Volleyball: Bundesliga Frauen
Im USC-Angriff klemmt’s weiter

Münster -

Gegen Nawaro Straubing stehen die Volleyballerinnen des USC Münster am nächsten Sonntag unter großen Druck. Nach der Niederlage in Potsdam, der sechsten in Folge in einem Pflichtspiel, ist allen klar, dass vor allem der Angriff allmählich in Fahrt kommen muss.

Montag, 23.11.2020, 15:23 Uhr aktualisiert: 23.11.2020, 16:37 Uhr
Helo Lacerda kam nur selten im Angriff durch.
Helo Lacerda kam nur selten im Angriff durch. Foto: Julius Frick

Seit ihrem Amtsantritt als Cheftrainerin ist Lisa Thomsen bemüht, das Positive hervorzuheben. Nicht immer leicht bei ausbleibenden Siegen und dem vorletzten Tabellenplatz, den der USC Münster nach der sechsten Niederlage im siebten Spiel weiterhin einnimmt. Doch so komisch es klingt, das 0:3 (dreimal zu 20) beim Pokalfinalisten SC Potsdam zeigte kleine Fortschritte, die nach dem schwachen Auftritt eine Woche zuvor beim VfB Suhl (0:3) auch dringend folgen mussten.

„Wir haben viele Sachen über weite Strecken sehr gut gemacht“, sagte Thomsen und strich die Elemente Aufschlag, Annahme und Block heraus. „Da waren wir nicht schlechter als Potsdam.“ Dass es dennoch nicht für einen Satz- oder gar Punktgewinn reichte, lag einmal mehr am Angriff, der in der laufenden Saison das Pro­blemkind des USC bleibt. Auf der Diagonalposition kamen erst Liza Kastrup und dann Helo Lacerda – die Brasilianerin war im zweiten und dritten Satz erstmals über eine längere Phase im Einsatz – kaum gewinnbringend durch. Und auch Nele Barber, neben der starken Anika Brinkmann (zum fünften Mal wertvollste Spielerin der Partie beim USC) Starterin im Außenangriff, blieb mit einer Erfolgsquote von elf Prozent diesmal schwach. „Uns fehlte im Angriff leider in bestimmten Situationen die Durchschlagskraft, wir waren für den Gegner ein wenig zu leicht ausrechenbar“, sagte Thomsen.

Steigerung unabdingbar

Es ist ein Puzzleteil, kein ganz unwichtiges im Volleyball, das derzeit im Gesamtgefüge der Unabhängigen fehlt – und an dem im Training weiter fleißig gearbeitet wird. Eine Steigerung ist unabdingbar, um die Negativserie zu beenden und am Sonntag (14.30 Uhr) gegen Nawaro Straubing im Kellerduell den zweiten Saisonsieg einzufahren. Ein Selbstläufer aber wird es in diesen Zeiten sicher nicht.

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