Volleyball: Bundesliga Frauen
Der USC Münster arbeitet den „Dämpfer“ von Erfurt auf

Münster -

Sie hatten sich eine Menge erhofft, kamen aber nur mit einem Punkt aus Erfurt zurück. „Zu wenig“, wie Trainer Ralph Bergmann und die Volleyballerinnen des USC Münster empfanden. Es war der Schlusspunkt einer enttäuschenden Hinserie, den Stab über seine Mannschaft aber will der Coach nicht brechen.

Montag, 21.12.2020, 17:06 Uhr
Müssen sich mit dem USC steigern: Juliane Langgemach (l.) und Taylor Nelson, hier gegen Erfurts Cindy Lenz.
Müssen sich mit dem USC steigern: Juliane Langgemach (l.) und Taylor Nelson, hier gegen Erfurts Cindy Lenz. Foto: Sebastian Schmidt

Es war ein zartes Pflänzchen der Hoffnung, das nach dem 3:1-Erfolg gegen die LiB Aachen zaghaft keimte. Der zweite Saisonsieg weckte vor knapp zwei Wochen die Zuversicht am Berg Fidel, dass der USC Münster eine kleine Serie starten könnte. Ein Erfolg beim Schlusslicht SW Erfurt, dann punkten beim VC Wiesbaden – und die Unabhängigen hätten womöglich die Wende geschafft. Konjunktiv. Die Realität sieht nach dem 2:3 beim Schlusslicht in Thüringen anders aus, die Enttäuschung ist nach dem bezeichnenden Ende der Hinserie groß. Nur zwei Siege bei acht Zählern – Vorletzter. So schlecht stand der USC tabellarisch nach dem ersten Teil der Saison schon lange nicht mehr.

„Erfurt war ein Dämpfer“, gesteht Coach Ralph Bergmann, der mit seinen Kollegen aus dem Trainerteam in die Analyse eingestiegen ist. Tenor der ersten Auswertungen: Die Durchschlagskraft im Angriff war nicht stark genug, dazu war die Block-Abwehr nicht gut – anders als bei den Erfurterinnen, die auch angesichts der USC-Probleme eine Menge Bälle im Spiel hielten und leidenschaftlich verteidigten.

Bergmann: „Nicht entschlossen genug“

„Wir haben das Spiel selbstständig verloren, da gibt es keine Ausreden“, sagt Bergmann und fügt noch einen weiteren Aspekt hinzu: „Wir waren nicht entschlossen genug. Es ist ein Unterschied, ob man glaubt, dass man das Spiel gewinnt oder ob man hofft, das Spiel nicht zu verlieren.“ Bildlich für seine Aussage steht die Szene von Helo Lacerda, die im Tiebreak beim Stand von 8:9 einen harmlosen Ball auf die Linie tropfen ließ, anstatt eine Danke-Ball-Situation einzuleiten.

Den Stab über seine Mannschaft brechen aber will Bergmann nicht, er glaubt weiter an das Potenzial – und hofft auf eine Trendwende in der Rückserie. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Leistung gegen Aachen kein Zufall war.“ Alleine diese regelmäßig abzurufen, ist nun Aufgabe der Mannschaft. Am besten schon am Sonntag in Wiesbaden, um dem zarten Pflänzchen neuen Dünger zu geben.

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