Volleyball: Bundesliga
USC-Trainer Bergmann fordert mehr Willen und starke Signale

Münster -

Nach drei Auswärtsspielen in Reihe bleibt dem USC Münster neuerlicher Reisestress erspart. An diesem Samstag genießt der kriselnde Bundesligist Heimrecht gegen Dresden. Trainer Ralph Bergmann fordert mehr Willen von seiner zuletzt enttäuschenden Mannschaft.

Freitag, 15.01.2021, 13:14 Uhr aktualisiert: 16.01.2021, 20:42 Uhr
Auch am Boden noch fokussiert: Annahme- und Abwehrspezialistin Linda Bock
Auch am Boden noch fokussiert: Annahme- und Abwehrspezialistin Linda Bock Foto: Jürgen Peperhowe

Gefangen im Kreisverkehr – der USC sucht die Ausfahrt. Drei Fünftel der Hauptrunde sind in der Bundesliga absolviert, wieder einmal geht Münster als Vorletzter des Klassements in einen Spieltag. An diesem Samstag (18.30 Uhr) zeigt der Dresdner SC seine Visitenkarte in der Sporthalle Berg Fidel vor. Natürlich ist der Hausherr krasser Außenseiter. Andererseits drängt die Zeit: Mit jedem weiteren Misserfolg reduzieren sich die Chancen der Unabhängigen, vielleicht doch noch durch ein Nadelöhr in die Playoffs zu schlüpfen.

Der USC braucht mehr Stabilität, mehr Mut und mehr Überzeugung. Und wohl auch mehr Entschlossenheit. Nach der inakzeptablen Vorstellung zuletzt in Vilsbiburg (0:3) hat Ralph Bergmann den Fokus im Training auf die Abwehrarbeit gelegt. „Kämpfen ist nicht mein Lieblingswort“, sagt der Trainer, „aber wir sind mitunter zu zögerlich und müssen mehr Willen in unsere Aktionen bringen. Und da sein, wenn der Ball in unsere Hälfte fällt.“

In einer Mannschaftssitzung zu Beginn der Woche sind die Probleme offen angesprochen worden. Die Spielerinnen seien einsichtig gewesen. Es gibt einen Konens darüber, dass sich schnellstmöglich etwas ändern muss. Theorie. Nun kommt es auf den Transport in die Praxis an. Bergmann fordert Signale ein, an alle, die – wo auch immer – zuschauen. Auch der Gegner solle sehen und vor allem spüren, dass Münster festen Willens sei, Widerstand zu leisten. „Vielleicht gelingt es uns dann, Dresden in ein enges Satz-Finish zu zwingen oder einen Satz zu gewinnen oder sogar noch mehr“, erklärt der Coach.

Bergmann weiß um die Schwierigkeit in dieser für den USC so unerfreulichen und komplizierten Situation. Trotzdem hat er Hoffnung, dass sein Team die Fesseln abstreift und befreit aufspielt. Erneut spricht er den Spielerinnen Mut zu: „Es tut sich ja kein Loch im Boden auf, wenn etwas schiefgeht. Da fällt doch niemand in die Hölle.“

Definitiv positiv sollte es sich auswirken, dass Anika Brinkmann wieder an Bord ist. In Vilsbiburg musste Münsters beste Angreiferin wegen einer Fersenprellung passen, inzwischen hat die 34-Jährige das Training wieder aufgenommen. Brinkmann ist ein wertvolles Pfund im USC-Spiel. „Geht nicht“, gibt es für die kraftvolle Spielerin nicht.

Das Hinspiel in Dresden verlor Münster 0:3, nur im zweiten Abschnitt (22:25) schnappten sich die Gäste ein kleines Stück vom Erfolgskuchen. Vielleicht bekommen sie im zweiten Versuch ein bisschen mehr auf die Gabel. Bergmann: „Dresden wird Münster so schnell wie möglich verlassen wollen. Es ist unser Ziel, dies zu verhindern und einen Fuß in die Tür zu stellen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7767967?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686216%2F
Nachrichten-Ticker