Volleyball: Bundesliga Frauen
USC Münster vor Schlüsselspiel in Straubing

Münster -

Im Klassement der Volleyball-Bundesliga belegt der USC Münster aktuell Rang neun. Einen Platz muss er noch klettern, um in die Playoffs einzuziehen. In Straubing bietet sich die Chance, die Situation zu verbessern. Gut, dass eine Leistungsträgerin wieder an Bord ist.

Freitag, 12.02.2021, 17:13 Uhr
Auszeit ist Trainerzeit: Ralph Bergmann gibt Kommandos für die nächsten Ballwechsel. Am Sonntag muss sich sein Team in Straubing bewähren.
Auszeit ist Trainerzeit: Ralph Bergmann gibt Kommandos für die nächsten Ballwechsel. Am Sonntag muss sich sein Team in Straubing bewähren. Foto: Jürgen Peperhowe

Dass die eine oder andere auch einmal auf die Tabelle blickt, mag Ralph Bergmann gar nicht leugnen. Es sei normal in diesen Wochen, in denen sich die Lage zuspitzt und sich das Feld für die Playoffs sortiert. Ob der USC dann, wenn acht der elf Mannschaften Nachschlag nehmen, noch dabei ist, muss sich erst weisen. Mit Straubing, Wiesbaden und Aachen kämpft er um zwei noch zu vergebende Tickets für den K.o-Runden. „Mit Blick darauf wäre es ganz schlau, wenn wir unser nächstes Spiel gewinnen würden“, sagt Münsters Trainer. Am Sonntag (18 Uhr) tritt der USC bei Nawaro Straubing an. Aktuell ist der Tabellensiebte den Gästen fünf Punkte voraus.

Das Hinspiel verloren die Unabhängigen 2:3. Nach schwachem Start und zwei verlorenen Sätzen glichen sie ziemlich eindrucksvoll aus. Der vierte Durchgang (25:10) zählte gewiss zu den besten, die Münster in dieser Spielzeit zeigte. Warum es der Mannschaft nicht gelang, Dominanz und Schwung in den Tiebreak (9:15) zu retten, ist eines dieser Rätsel, die keiner im Team wirklich und seriös erklären kann. Und die den USC schon so manchen wertvollen Punkt kostete. Möglicherweise scheitert er bisweilen am Druck, den er sich macht.

Ganz gewiss ist der USC auf einem besseren Weg als im ersten Saisondrittel. Nach dem Heim-3:2 gegen Wiesbaden hagelte es sieben Niederlagen in Folge. Die gegen Straubing war die letzte in dieser Reihe. Inzwischen hat Münster Boden unter den Füßen. Das 3:0 gegen Suhl war ein fettes Ausrufezeichen, auch beim 0:3 jüngst gegen Potsdam machte der USC beileibe kein schlechtes Spiel. Nur eben auch kein richtiges gutes – genau das aber braucht es gegen die Gruppe hinter den Topteams. Straubing hat vor exakt zwei Wochen gezeigt, was möglich ist, an allerbesten Tagen: Das 3:0 gegen den Tabellenzweiten Stuttgart kam nicht nur völlig überraschend, sondern es war auch besonders wertvoll für das Klassement. Keine Frage: Die formstarke Kapitänin Barbara Wezorke und ihre Mitspielerinnen müssen sich am Sonntag strecken, wenn sie die Rückfahrt durch die Nacht in fröhlicher Stimmung antreten wollen.

Personell sind die Voraussetzungen besser als in den vergangenen Wochen. Mit Ausnahme von Helo Lacerda hat Coach Bergmann alle Spielerinnen an Bord. Besonders wird er sich über die Rückkehr von Anika Brinkmann freuen. Mit der erfahrenen Angreiferin sollte der USC vor allem an Schlagkraft gewinnen. Dazu kann Bergmann seine Formation neu aufstellen. Denkbar ist beispielsweise, dass Linda Bock, die zuletzt im Angriff viele gute Szenen hatte, wieder auf der ihr eigentlich zugedachten Libera-Position zum Zuge kommt. „Eine Möglichkeit“, sagt der Trainer, „es gibt auch andere“. Bergmann spielt ein bisschen Verstecken, es ist nachvollziehbar, dass er sich vor diesem wichtigen Match nicht in die Karten schauen lassen mag.

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