Volleyball: Bundesliga
USC Münster verliert in Straubing mit 0:3

Münster -

Das hätte ein richtig guter Spieltag für die Volleyballerinnen des USC Münster werden können. Mit Niederlagen hatten Aachen und Wiesbaden dem Tabellennachbarn am Samstag in die Karten gespielt. Doch 24 Stunden später vermochte Münster sein Blatt nicht zu nutzen.

Sonntag, 14.02.2021, 20:34 Uhr aktualisiert: 15.02.2021, 14:43 Uhr
Barbara Wezorke
Barbara Wezorke Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC hat die Vorlagen der Konkurrenten um den achten und letzten Playoff-Platz nicht nutzen können. 24 Stunden nach den Heimniederlagen von Aachen (0:3 gegen Schwerin) und Wiesbaden (0:3 gegen Vilsbiburg) erwischte es Münster am Sonntagabend bei Nawaro Straubing. Beim 0:3 (22:25, 23:25, 20:25) blieben die Gäste ebenfalls ohne Satzgewinn. Ganz gewiss war mehr möglich in der viertletzten Partie der Hauptrunde. „Mir fehlen gerade ein bisschen die Worte. Dass wir dieses Spiel verloren haben, ist sehr ärgerlich“, befand Trainer Ralph Bergmann.

Straubing drei, Münster null – was nach klarer Sache klingt, war eine enge Angelegenheit. Und deshalb ist es auch schwierig, eine Erklärung zu finden, warum die Niederbayern alle drei Sätze gewannen und der USC nicht einen. Münster, das erstmals mit Anika Brinkmann auf der Diagonal-Position agierte, spielte einen guten ersten Abschnitt mit viel Zug und Überzeugung. Meistens lagen die Bergmann-Schützlinge einen oder zwei Zähler vorn, beim 21:18 waren es sogar drei. Doch in der „Crunchtime“ bekamen sie den Deckel nicht drauf. Beim 22:22 zog Straubing gleich, danach ließ sich zunächst Nele Barber und dann Brinkmann blocken, zu schlechter letzt segelte ein Brinkmann-Service ins Aus. Frustrierend.

Auch der zweite Satz war umkämpft und im Finale höchst unglücklich für den USC. Bis zur ersten technischen Auszeit (3:8) steckte ihm noch der unnötig verlorene Startabschnitt in den Kleidern, dann robbte er sich mit viel Druck im Angriff Punkt um Punkt bis zum 12:12 heran. Nawaro wackelte, aber stabilisierte sich alsbald. Es war ein Geben und Nehmen bis zum Schluss. Die entscheidenden Nachteile hatte Münster in den Elementen Aufschlag und Annahme. Mit großen Kraftanstrengungen wehrte Brinkmann zwei Satzbälle ab, die dritte Chance nutzte der Hausherr mit feinem Leger zum 2:0.

Die bittere Wahrheit auf der Anzeigetafel schmerzte und gab Straubing weiteren Aufwind. Mit dem 5:0-Start im dritten Set setzte der Gastgeber gleich ein klares Zeichen. Münster schüttelte sich noch einmal und nahm das Herz in beide Hände. Beim 10:9 lag der USC plötzlich vorn. Es war das vorletzte Aufbäumen in einem danach einseitigen Spiel. Münster gab nie auf, wehrte final und in komplett aussichtsloser Situation sogar fünf Matchbälle ab. Doch an diesem Abend regelten viele Kleinigkeiten die großen Dinge. Und da hatte Straubing meistens die bessere Idee.

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