Volleyball: Bundesliga Frauen
USC möchte ohne Kopfkino ins vorentscheidende NRW-Duell in Aachen gehen

Münster -

Die Entscheidung, wer sich den letzten offenen Playoffs-Platz sichert, muss nicht am Samstag fallen. Kann sie aber. Die Ladies in Black Aachen und der USC Münster treffen im direkten Duell aufeinander. Eine punktlose Niederlage würde das Aus für den Gast bedeuten.

Freitag, 05.03.2021, 13:26 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 18:16 Uhr
Liza Kastrup gewann mit dem USC das Hinspiel gegen Aachen. Glückt ein weiteres Erfolgserlebnis gegen die Ladies in Black um Nina Herelova (l.), rückt die Playoff-Teilnahme näher.
Liza Kastrup gewann mit dem USC das Hinspiel gegen Aachen. Glückt ein weiteres Erfolgserlebnis gegen die Ladies in Black um Nina Herelova (l.), rückt die Playoff-Teilnahme näher. Foto: Jürgen Peperhowe

Den USC Münster und die Ladies in Black Aachen eint mehr als die 16 Punkte aus 18 Begegnungen. Die Enttäuschung über eine sportlich überschaubar erfolgreiche Saison ist ein gemeinsames Merkmal der beiden einzigen NRW-Bundesligisten, von denen nur einer seine Spielzeit mit dem Playoff-Einzug noch retten kann. Vier Sätze trennen den gastgebenden Tabellenachten aus dem Dreiländereck vor dem Duell am Samstag (18 Uhr) mit dem USC, der mit einem Sieg – egal wie – die Trümpfe in der Hand behält. Bleibt Münster aber punktlos, ist die Saison unwiderruflich nach dem letzten Hauptrundenspiel (13. März gegen SW Erfurt) vorbei, bei einer Tiebreak-Niederlage bliebe zumindest die Hoffnung auf einen Aachener Ausrutscher gegen Nawaro Straubing.

Derlei Gedanken versucht USC-Coach Ralph Bergmann gar nicht aufkommen zu lassen, die Bedeutung dieser vorentscheidenden Partie aber kann er natürlich nicht verleugnen. „Druck“, so Bergmann, sei da, keine Frage. „Aber für beide Teams. Die Mannschaft, die mit der Wichtigkeit des Spiels besser umgehen kann und nicht verkrampft oder zu verkopft spielt, hat gute Chancen zu gewinnen“, meint der 50-Jährige, der „guten Mutes“ ist. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir zuletzt den Pokalsieger Schwerin 3:1 geschlagen haben.“ Ein Erfolgserlebnis, aus dem sich die Unabhängigen eine Menge Selbstvertrauen ziehen – wie auch aus dem 3:1-Hinspielerfolg, mit dem Münster am 9. Dezember seine damals siebenteilige Negativserie beendete.

Bock und Brinkmann angeschlagen

Zwei Mutmacher aus der Vergangenheit, die der Tabellenneunte gut gebrauchen kann. Denn in der direkten Vorbereitung auf das vorentscheidende Schlüsselspiel beeinträchtigten Blessuren das Training. So fehlte Linda Bock ebenso angeschlagen wie Anika Brinkmann, die sich mit Rückenbeschwerden herumplagte. „Anika hatte dieselben Pro­bleme in der Hinrunde vor dem Spiel in Schwerin und hat dann eine bärenstarke Leistung gezeigt“, setzt Bergmann auf einen Wiederholungseffekt, der Münsters Chancen zweifellos erhöhen würde. Schließlich fehlt Angreiferin Helo Lacerda (Achillessehnenriss) weiter.

Auch wenn die Ladies in Black um die beiden Top-Scorerinnen Jana Franziska Poll und Kristina Kick mit zuletzt zwei Siegen am USC vorbeizogen, wirkten sie bei den Tiebreak-Erfolgen in Erfurt und gegen Wiesbaden nicht sattelfest. Ein weiterer Aspekt also, der Münster hoffen lässt.

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