USC-Trainerin Lisa Thomsen und Kapitänin Barbara Wezorke blicken zurück
„Eine Katastrophen-Saison“

Mit dem Heimspiel gegen Schlusslicht Erfurt endet für den USC Münster am Samstag die Saison in der Volleyball-Bundesliga. Schon jetzt macht niemand mehr aus seiner großen Enttäuschung über schwache Leistungen und verpasste Chancen ein Geheimnis. Lisa Thomsen und Barbara Wezorke erklären, was sich ändern muss. Von Wilfried Sprenger
Donnerstag, 11.03.2021, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.03.2021, 17:00 Uhr
USC-Trainerin Lisa Thomsen und Kapitänin Barbara Wezorke blicken zurück: „Eine Katastrophen-Saison“
Drei Trainer führten den USC durch die für ihn am Samstag endende Spielzeit. Grund zur Freude hatten weder Teun Buijs noch seine Nachfolger Lisa Thomsen und Ralph Bergmann. Für den Bundesligisten war die Saison geprägt von Enttäuschungen. Foto: Jürgen Peperhowe
Kurz vor dem Ende der Hauptrunde und mit einigem Abstand zu den Dingen ist Lisa Thomsen zu dieser Einschätzung gekommen: „Das Niveau in der Bundesliga war in den vergangenen Monaten deutlich unter dem der letzten Jahre.“ Das kann man unterschreiben oder einfach so stehen lassen in diesen gewiss schwierigen Zeiten mit außergewöhnlichen Anforderungen und ohne emotionalen Schub von den Tribünen. Thomsen spinnt alsbald den Faden direkt zum USC weiter und nimmt nicht einmal ein kleines Blatt vor den Mund. „Für uns“, sagt sie, „für uns war es eine Katastrophen-Saison.“ Daran wird auch ein erwartbarer Erfolg im letzten Spiel am Samstag gegen Schlusslicht Erfurt nichts ändern. Lisa Thomsen, die ehemalige Nationalspielerin, hat sich ihren Einstieg ins Trainergeschäft sicherlich anders vorgestellt. Ende Oktober 2020, als das Präsidium zu der Ansicht kam, dass Trainer Teun Buijs nicht mehr der Richtige am Berg Fidel sei, übernahm die 35-Jährige couragiert die Verantwortung. Doch Ergebnisse lieferte die Mannschaft auch unter der Neuen nicht ab – nach vier Niederlagen in der Meisterschaft und einer im Pokal-Wettbewerb verabschiedete sich Thomsen in den Mutterschutz. Nach dem Ende der Babypause kehrt sie Mitte des Jahres in die Chefposition zurück. Es ist der zweite Anlauf, diesmal müssen die Dinge passen. Die Überzeugung bleibt  Als Thomsen vor gut drei Monaten wie verabredet vorübergehend an Ralph Bergmann übergab, wurde im Umfeld alsbald laut getuschelt und die ambitionierte, aber erfolglose Trainerin als „schon verbrannt“ abgestempelt. Vielleicht hat Thomsen davon gehört oder darüber gelesen – von der festen Überzeugung, den USC wieder besser machen zu können , ist nichts verloren gegangen. „Nach der Trennung von Teun haben wir direkt notwendige Veränderungen vorgenommen. Das hat die Mannschaft einigermaßen stabilisiert.
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