Volleyball: Bundesliga Frauen
Auch van Aalen und Nelson verlassen den USC Münster

Münster -

Der Umbruch beim USC Münster nimmt weiter Konturen an. Nach Helo Lacerda und Adeja Lambert verlassen auch die beiden Zuspielerinnen Sarah van Aalen und Taylor Nelson den Verein. Die Niederländerin bleibt aber in der Bundesliga.

Donnerstag, 01.04.2021, 16:02 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 16:48 Uhr
Das Zusammenspiel zwischen Sarah van Aalen und Kapitänin Barbara Wezorke wird es beim USC nicht mehr geben. Die Niederländerin verlässt den Berg Fidel – wie auch Taylor Nelson.
Das Zusammenspiel zwischen Sarah van Aalen und Kapitänin Barbara Wezorke wird es beim USC nicht mehr geben. Die Niederländerin verlässt den Berg Fidel – wie auch Taylor Nelson. Foto: Jürgen Peperhowe

Dass der USC Münster vor einem großen Umbruch steht, hatte Ralph Bergmann schon kurz nach dem enttäuschenden Saisonende und dem verpassten Playoff-Viertelfinale angekündigt. Und der Volleyball-Bundesligist lässt diesen Worten Taten folgen und krempelt seinen Kader mächtig um. Nachdem zu Wochenbeginn bekannt wurde, dass das Angriffsduo Helo Lacerda und Adeja Lambert den Berg Fidel verlassen, verkündete der Club nun den Abgang der beiden Zuspielerinnen Taylor Nelson und Sarah van Aalen.

Damit besetzt der USC die Schlüsselposition gleich doppelt neu, die Sondierung des Marktes läuft längst. „Wir führen Gespräche mit einigen Kandidatinnen“, sagt Bergmann, noch Trainer und Sportlicher Leiter der Unabhängigen.

Paritätische Aufteilung

Im Sommer 2019 kamen die Regisseurinnen zum USC, teilten sich in den folgenden Saisons die Spielanteile nahezu paritätisch auf. „Ich habe dem USC sehr viel zu verdanken“, sagt die 21-jährige van Aalen, die innerhalb der Bundesliga wechseln wird. Der SC Potsdam ist ein heißer Kandidat, offiziell ist ein Wechsel noch nicht. Der Youngster, der sich in Münster zur niederländischen Nationalspielerin entwickelte, freut sich auf einen neue Herausforderung, verlässt Club und Stadt aber auch mit einem weinenden Auge. „Der Verein hat mir toll geholfen, den Riesenschritt in den Profisport zu schaffen. Und ich habe sehr viele gute Freundinnen hier gefunden. Das Publikum war auch immer super, also in der ersten Saison, als die Leute noch in die Halle kommen konnten. Jetzt ist für mich die Zeit gekommen für den nächsten Schritt.“

Wohin es Nelson verschlägt, steht ebenfalls noch nicht fest. Sicher ist nur, dass die Amerikanerin wie ihre niederländische Positionskollegin die Stadt vermissen wird. „Münster ist für mich zur zweiten Heimat geworden. Ich habe viele Freundinnen und Freunde gefunden und es fällt mir sehr schwer, Münster zu verlassen“, sagt Nelson, die Ende April zurück zur ihrer Familie in die USA fliegt. „Ich freue mich, sie wiederzusehen. Aber erst einmal genieße ich die letzten Wochen in Münster und lasse dann alles weitere auf mich zukommen“, erklärt die 25-jährige waschechte Kalifornierin, die damals vom slowakischen Meister und Pokalsieger Slavia EU Bratislava zum USC gekommen war.

Der USC ist für mich die erste Option.

Erika Kildau

Mit Lambert, Lacerda, van Aalen und Nelson haben vier Spielerinnen, deren Verträge ausliefen, die Unabhängigen verlassen. Ob die Zukunft von Nele Barber, Demi Korevaar, Anika Brinkmann und Liza Kastrup am Berg Fidel liegt, ist ebenso offen wie die weitere Zusammenarbeit mit Libera Erika Kildau. Allerdings scheinen sowohl die 18-Jährige, die in diesen Tagen ihr Abitur am Pascal-Gymnasium macht, als auch der Verein großes Interesse an einem Vertragsschluss zu haben. „Der USC ist für mich die erste Option“, sagte Kildau jüngst, die nach ihrem Bundesliga-Debüt eine weitere Zeit am Berg Fidel als ein „Träumchen“ bezeichnete.

Einen Kontrakt für die kommende Spielzeit besitzen noch die Mittelblockerinnen Barbara Wezorke und Juliane Langgemach sowie Nationallibera Linda Bock, die allerdings ihre Ausstiegsklausel nutzen und wechseln könnte. Der Dresdner SC, bei dem Lenka Dürr ihre Karriereende beenden könnte, gilt als Option.

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