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Extra-schmales Auto

City Transformer aus Israel: Stadtflitzer mit Clou

Ein israelisches Start-up plant einen elektrischen Kleinwagen mit variabler Spurweite. Sein Name City Transformer ist dabei gleich doppelt Programm.

Von dpa

Der City Transformer kann bei Bedarf seine Spurweite verändern und sich so beim Parken extrem schmal machen. Foto: City Transformer/dpa-tmn

München (dpa/tmn). Mit einem elektrischen Schmalspurfahrzeug im Stil des Renault Twizy will das israelische Start-up City Transformer den Stadtverkehr revolutionieren. Der gleichnamige Zweisitzer fährt gerade als Prototyp durch München und soll bis Ende 2024 in den Handel kommen, kündigte Firmenchef Asaf Formoza an. Als Preis für Vorbesteller nannte er 12 500 Euro, später soll das E-Mobil 16 000 Euro kosten.

Clou des Wagens ist seine variable Spurweite, die während der Fahrt um 40 Zentimeter verändert werden kann. So mache sich der City Transformer bei niedrigem Tempo etwa in engen Gassen oder beim Parken extrem schmal. Er brauche mit einer Breite von einem Meter nicht mehr Platz als ein Motorroller. Doch bei höherem Tempo fahren die Räder aus und sorgen für die nötige Stabilität.

Bis zu 180 Kilometer weit flitzen

Anders als viele andere Schmalspurfahrzeuge könne der City Transformer deshalb auch auf bis zu 90 km/h beschleunigen, kündigte Formoza an. Die technische Basis bildet eine Art Skateboard-Plattform. In dieser sind neben dem Mechanismus für die variable Spurweite auch zwei E-Motoren von zusammen 15 kW/20 PS sowie Batterien mit einer Kapazität von 14 kWh für bis zu 180 Kilometer Reichweite integriert. Geladen wird an der Haushaltssteckdose in 3,5 Stunden oder an der Gleichstromsäule binnen 30 Minuten.

Die ersten Prototypen tragen einen Aufbau von 2,50 Metern Länge. Mit platzsparend nach oben aufschwingenden Türen sind er für einen Erwachsenen und ein Kind konzipiert. Dabei will der City Transformer mehr Komfort und Sicherheit bieten als die meisten Konkurrenten in der Zulassungsklasse L7e. Daher gibt es unter anderem eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Airbags und ESP.

Weitre Varianten sind schon in Planung

Später soll es auch gewerbliche Varianten für den innerörtlichen Lastenverkehr geben. Als Kunden sieht Formoza neben von der Parkplatzsuche geplagten Pendlern und Lieferdiensten vor allem Flottenbetreiber, die den Wagen für das Car-Sharing nutzen wollen.

Mittelfristig hofft der Israeli aber nicht nur auf ein Ende der Parkplatzsuche und schlanke Fahrten durch innerstädtische Nadelöhre. Sondern wenn mal zu Zigtausenden solche Schmalspurfahrzeuge unterwegs seien, rechne er auch mit neuen Regeln in den Städten und mit eigenen Spuren. «Dann verdoppelt sich auf einen Schlag die Kapazität der Verkehrswege und die Rushhour hat ihren Schrecken verloren», ist er überzeugt.

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