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Begehrter Kleinwagen

E-Version des VW Up kehrt zurück

Wolfsburg (dpa)

Lange Zeit kamen Käufer kaum noch an den VW E-Up heran. Denn zuletzt war die Nachfrage so groß, dass der Konzern einen Bestellstopp verhängte. Jetzt rollt der Kleinwagen wieder zu den Händlern.

Von dpa

Nach einem längeren Bestellstopp nimmt VW den E-Up wieder ins Programm. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Volkswagen nimmt die über längere Zeit ausgesetzteElektroversion seines Kleinwagens Up zurück ins Programm. Bei erstenHändlern wird das Modell jetzt zur Auslieferung im März angeboten.

Das Unternehmen nannte hierzu am Freitag noch keine Einzelheiten,bestätigte aber grundsätzlich: «Es ist richtig, dass wir den E-Upwieder als Einstiegsmodell in die E-Mobilität anbieten werden.» Mansei vorangekommen, die während der vergangenen knapp eineinhalb Jahreaufgelaufenen Bestellungen abzuarbeiten. Der E-Up solle «zeitnah» neubestellt werden können. Im Handel war von zunächst rund 11 000Exemplaren für eine erste Tranche die Rede.

Kaufprämie erhöht die Nachfrage

Die von Staat und Industrie finanzierten Kaufprämien hatten dieNachfrage auch nach kleineren Elektroautos ansteigen lassen. VW kambeim E-Up allerdings nicht mit der Produktion hinterher - für denWagen gab es in der Fassung mit alternativem Antrieb angesichts sehrlanger Wartezeiten letztlich einen Bestellstopp.

Klimaschützer kritisierten in der Versorgungskrise mit Mikrochips,kleinere Modelle dürften keine Nachteile gegenüber großen E-Autoshaben. Die neue ID-Reihe von VW startet bisher in der Kompaktklasse.Die Entwicklung eines kleineren Vertreters ist geplant.

Das Ende 2020 angedeutete Projekt, die Serie in Richtung derPolo-Klasse nach unten auszuweiten, lobte selbst die sonst gegenüberVW sehr skeptisch eingestellte Umweltschutzorganisation Greenpeace.Dass vom E-Up nun zunächst offenbar aber nur eine begrenzte Zahl inden Handel gelangen soll, nannte Verkehrsexperte Benjamin Stephanbefremdlich: «Man bekommt fast den Eindruck, dass Volkswagen sichzwar mit einem Elektro-Kleinwagen schmücken, aber ja nicht so vieledavon verkaufen will. Die hohe Nachfrage nach dem E-Up zeigt, dassdie Menschen kleine effiziente E-Autos wollen.»

Mehr Modelle im Kleinsegment für Verkehrswende wichtig

Autohersteller verdienen mit Klein- und Kompaktwagen meist nur danngut, wenn sie sehr hohe Absatzzahlen erreichen können. Ansonstenwerfen teurere Modelle wie SUVs, Sportwagen oder schwere Limousinenin der Regel höhere Gewinne ab. Experten halten deutlich mehrgünstigere Modelle im Kleinsegment für nötig, wenn der Durchbruch derE-Mobilität insgesamt gelingen soll.

Außerdem kann der geringere Ressourcenverbrauch für kleinere E-Autosdie CO2-Last drücken. 2021 konnte VW mit seinen insgesamt verkauftenNeuwagen die angepassten CO2-Flottenziele der EU nach eigenen Angabeneinhalten, nachdem der Konzern mit allen Marken die Vorgaben 2020knapp verfehlt hatte. Ein direkter Vergleich ist aber nur schwermöglich, weil inzwischen andere Grundlagen für Emissionstests gelten.

Eine Frage in der Bewertung der tatsächlichen Klimabilanz ist auch,wie viele Hybridautos die Hersteller neben reinen Stromern verkaufen.Kritiker elektrisch-fossiler Mischantriebe bezeichnen diese alsMogelpackung. Die Fertigung reiner E-Autos ist derzeit aber - ebensowie die der Verbrenner - von den Halbleiter-Engpässen betroffen.

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