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Länger, breiter, höher

Fahrverhalten beim Wohnmobil umstellen

Stuttgart (dpa/tmn)

Wer mit einem Wohnmobil in den Urlaub fährt, ist im Vergleich zu einem Auto mit ganz anderen Dimensionen unterwegs. Fünf Tipps, was Fahrer beachten sollten, damit es keine kritischen Situationen gibt.

Von dpa

Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen, und sich vorab mit den Besonderheiten des Fahrzeuges vertraut machen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

Im Vergleich zu den meisten Autos haben Wohnmobile mehr Gewicht und sind viel länger, breiter und höher. Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, muss deshalb seinen Fahrstil völlig umstellen. Dazu rät die Prüforganisation Dekra.

Sonst kann es zu Fehleinschätzungen und kritischen Situationen kommen. Damit Fahrerinnen und Fahrer das Wohnmobil sicher auf der Straße steuern, gibt Luigi Ancona, Unfallforscher der Expertenorganisation Dekra, fünf Tipps:

1. Probefahrt und Technikcheck

Wer das erste Mal oder nur gelegentlich mit einem Wohnmobil fährt, sollte sich zunächst mit dem Fahrzeug vertraut machen. Die Länge des Bremswegs, die Beschleunigung sowie das Verhalten in Kurven sind anders. Am besten testet man dies erstmal auf einem leeren Parkplatz.

Vor der Abfahrt sollte man zudem einen Technikcheck durchführen - insbesondere die Reifen prüfen. Dazu gehört die Profiltiefe und das Reifenalter. Zudem sollte man den Fülldruck der kalten Reifen je nach Beladungssituation an die Herstellerangaben anpassen.

2. Weiter ausholen und Geschwindigkeit anpassen

Vor allem beim Rangieren müsse man wegen der größeren Fahrzeugdimensionen aufpassen. «Es empfiehlt sich, etwas großzügiger auszuholen, um engere Kurven zu nehmen», erklärt der Experte. Da Wohnmobile eine große Angriffsfläche bieten, gilt bei Seitenwind: Runter vom Gas - dabei gefühlvoll bremsen.

3. Schilder beachten

Damit es bei Unterführungen, Brücken oder Parkhauseinfahrten nicht zu Problemen kommt, sollten sich Wohnmobilfahrer über die Höhe des Fahrzeuges bewusst sein. Es hilft an kritischen Stellen, immer auf die Höhenangaben zu achten.

4. Zeit einplanen

Von Überholmanövern auf einstreifigen Landstraßen rät der Experte grundsätzlich ab. Die Beschleunigung von Wohnmobilen ist geringer. Zudem erschwert der höhere Schwerpunkt schnelle Ausweichmanöver.

Auch steile Passagen sollte man möglichst umfahren. Ist dies nicht möglich, sollte man bergauf und bergab frühzeitig in einen kleineren Gang schalten. Das entlastet bei der Abfahrt zudem die Bremsen.

5. Gepäck sicher laden

Beim Beladen eines Wohnmobils sollte man darauf achten, dass man schwere Gegenstände nach unten packt und die Last gleichmäßig verteilt. Leichtes Gepäck kann in die oberen Staufächer. Wichtig ist immer: Die Ladung gut zu sichern, damit sie bei nicht bei einer Vollbremsung oder etwa einem Unfall im Wohnmobil herumschleudert.

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