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Elektromobilität

Ladesäule frei? Here startet Vorhersagedienst für E-Autos

Las Vegas (dpa/tmn)

Ist die Ladesäule auch frei, wenn ich am Ziel bin? Diese Frage plagt so manchen E-Auto-Fahrer. Der Kartendienst Here will dieses Problem mit schlauer Vorhersagetechnik lösen.

Von dpa

Ist die Ladesäule frei, wenn ich ankomme? Der Vorhersagedienst von Here Maps will da mehr Übersicht schaffen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Zwei Stopps auf der Strecke, wenig Zeit, große Frage: Wo ist die Ladesäule und wird sie dann auch für mich frei sein? Dieses für E-Auto-Fahrer wichtige Problem soll ein neuer Vorhersagedienst des Karten- und Navigationsanbieters Here lösen.

Das auf der Technikmesse CES (5. bis 8. Januar) vorgestellte Vorhersagemodell nutzt nach Unternehmensangaben die Positionsdaten von knapp 90 Prozent der weltweiten öffentlich verfügbaren Ladesäulen und korreliert die Standorte mit Sensordaten von Fahrzeugen und historischen Daten zu Verkehr, Wetter, Uhrzeit und Wochentag.

Das neue Vorhersagemodell ergänzt den Ladesäulenfinder

Daraus wird errechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Ladesäule zu einem Zeitpunkt frei sein wird. Das Ziel: Bessere Routenplanung und weniger Wartezeiten beim Laden unterwegs.

Das Charge Point Occupancy Prediction genannte System ist laut Here neuartig, da neben dem vorhandenen Angebot auch die reale Nachfrage der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt wird, ebenso Variablen wie Wetter, Uhrzeit und Wochentag. Die Vorhersage ergänzt den bereits verfügbaren Dienst Here EV Charge Points, den Automobilhersteller weltweit nutzen.

Neue Technologie soll Karten schneller aktualisieren

Außerdem will der Kartendienst seine digitalen Straßenpläne schneller an die Realität anpassen. Mit der neuen Technologie sollen Veränderungen automatisiert binnen 24 Stunden in den Karten sichtbar werden, wie Here ankündigte.

Das System mit dem Namen UniMap soll Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen: Etwa Bilder von Fahrzeug-Kameras, Radar-Sensoren und auch Luftaufnahmen. Pro Stunde sollen so 500 Millionen Kilometer an GPS-Datenpunkten und Sensor-Daten verarbeitet werden können. Erkannt werden zum Beispiel die Position von Straßenschildern und Tempolimits.

Hochpräzise Karten dienen zum automatisierten Fahren mit fortgeschrittenen Assistenzsystemen und gelten auch als Basis für den Betrieb selbstfahrender Autos. Here stellt unter anderem die Karten für die automatisierten Fahrassistenten von Mercedes und BMW. Die deutschen Hersteller Audi, BMW und Mercedes sicherten sich Here 2015, als sie den Dienst Nokia abkauften.

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