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«Finanztest»: Online-Kündigungsdienste ohne große Mängel

Berlin (dpa/tmn)

Kündigen per Dienstleister soll einfach und sicher sein. Ist es in den meisten Fällen auch, hat «Finanztest» ermittelt. Für einige Sonderfälle taugen die Online-Kündiger aber nicht.

Von dpa

Viele Verträge und keine Übersicht über die Kündigungsfristen? Online-Kündigungdienste bieten Hilfe. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Telefonvertrag, Zeitschriften-Abo oder Fitness-Verträge - alles mit eigener Laufzeit und Kündigungsfrist. Da fällt der Überblick schwer. Dienstleister im Netz werben mit fristgerechter Kündigung per Mausklick. In einem aktuellen Test der Zeitschrift «Finanztest» (7/2021) leistete sich keiner der sieben getesteten Anbieter größere Mängel. Testsieger sind «aboalarm.de» und «volders.de», die in allen Teilbereichen mindestens «gut» abschnitten.

Solche Dienste helfen bei der Übersicht über Kündigungsfristen und verfügen über umfangreiche Adressdatenbanken - die umständliche Suche nach der richtigen Adresse entfällt so. Am Ende des Prozesses geht ein korrektes Kündigungsschreiben an den jeweiligen Abo-Anbieter. Im Test gelang das meist gut.

Klappt grundsätzlich ganz gut

«Wenn Sie rechtzeitig einen Kündigungsdienst einschalten, reicht das jeweils günstigste Angebot ohne Extras», lautet das Urteil. Mängel gibt es aber: Einige Anbieter schwächeln beim Datenschutz oder bieten rechtlich unwirksame Zusatzdienste für Extragebühren an.

So wirbt etwa Anbieter «volders.de» mit extrasicherer Kündigung für 14,99 Euro. Heißt: Kündigung per Einschreiben und eine Kopie geht an einen Anwalt. Klingt sicher und mag den einen oder anderen Anbieter beeindrucken, ist laut «Finanztest» rechtlich aber völlig bedeutungslos.

In harten Fällen lieber auf sich selbst verlassen

In manchen Fällen ist die eigene Kündigung eh der bessere Weg, so die Tester. Zum Beispiel dann, wenn die Frist wirklich bald abläuft. Bleibt eine Bestätigung der per Dienstleister versandten Kündigung aus, raten sie ohnehin nochmal zum eigenen Schreiben.

Will ein Vertragspartner von einer Kündigung so gar nichts wissen, haben Kundinnen und Kunden noch eine Möglichkeit, die laut «Finanztest» keiner der getesteten Kündigungsanbieter im Programm hat. Die Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher. Hier erhält man auch eine Zustellungsurkunde, wenn beim Vertragspartner niemand erreichbar ist und das Schreiben nur in den Briefkasten gelegt werden kann.

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