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Flaute für Softgetränke

Deutsche tranken 2021 weniger Mineralwasser

Bonn (dpa)

Ein durchwachsener Sommer und coronabedingt geschlossene Lokale: Der Absatz von Mineralwasser ist 2021 weiter zurückgegangen. Die Marktzahlen des Branchenverbandes zeigen auch, welche Sorte am besten ankam.

Von dpa

Der Absatz von Mineralwasser ging 2021 weiter zurück. Gründe sieht die Branche im Corona-Lockdown und dem durchwachsenen Sommer. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Archiv

Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich seltener zu Mineralwasser gegriffen. «2021 war für alkoholfreie Getränke insgesamt und damit auch für Mineralwasser ein schwieriges Jahr mit einem Absatzrückgang von rund sechs Prozent», sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), Jürgen Reichle.

Den branchenweiten Absatzrückgang während des Corona-Lockdowns im ersten Halbjahr und die Einbußen durch das durchwachsene Wetter im Sommer hätten auch die ab Herbst wieder steigenden Absätze der Mineralbrunnen nicht ausgleichen können.

Erhoffte Trendwende abhängig von Wetter und Corona

Nach ersten Hochrechnungen des VDM ging im zweiten Corona-Jahr der Absatz von Mineralwasser und Heilwasser branchenweit im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 9,4 Milliarden Liter zurück. Der Gesamtabsatz der Mineralbrunnenbranche mit Mineralwasser, Heilwasser und Erfrischungsgetränken sank um 6 Prozent auf insgesamt rund 12,3 Milliarden Liter.

Die Mineralbrunnen hoffen in diesem Jahr auf eine Trendwende und auf Wachstum in den kommenden Jahren. Ob das gelinge, hänge aber auch von der Entwicklung der Corona-Pandemie und dem Wetter ab. Mit einem rechnerischen Pro-Kopf-Verbrauch von 122,7 Litern sei natürliches Mineralwasser aber nach wie vor das beliebteste Kaltgetränk, betonte Reichle.

Mineralwassr «Medium» weiter am beliebtesten

Die beliebteste Mineralwasser-Sorte war auch im Jahr 2021 Mineralwasser mit wenig Kohlensäure («Medium») mit einem Absatz von rund 4 Milliarden Litern (minus 7,3 Prozent), gefolgt von Mineralwasser mit Kohlensäure mit einer Absatzmenge von rund 3,2 Milliarden Litern (minus 8,0 Prozent).

Der Absatz von Mineralwasser ohne Kohlensäure lag mit rund 1,9 Milliarden Litern leicht über dem Niveau des Vorjahres. Heilwasser verzeichnet mit einem Absatzvolumen von rund 81,0 Millionen Litern ein Minus von 3,5 Prozent.

Neben Mineral- und Heilwasser haben die deutschen Mineralbrunnen 2021 rund 2,9 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke abgefüllt (minus 6,4 Prozent). Hierzu zählen Schorlen, Limonaden, Brausen und Wellnessgetränke auf Mineralwasser-Basis.

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