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Weniger Keime

«Öko-Test»: Tiefkühl-Kräuter gefroren aufs Essen geben

Köln (dpa/tmn)

So manches Gesundheitsrisiko lässt sich vermeiden - so auch beim Verzehr von vorher tiefgefrorenen Kräutermischungen. Die Zeitschrift «Öko-Test» hat die Produkte im Labor analysiert und gibt Tipps.

Von dpa

Noch frisch im Geschmack, aber nicht mehr ganz frisch vom Feld: Tiefkühlkräuter sind gerade im Winter eine Alternative. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Tiefgekühlte Kräuter sollten nicht erst aufgetaut, sondern direkt aus der Schachtel und noch gefroren auf das Essen gestreut werden. Sonst geht Geschmack verloren und in den Kräutern enthaltene Keime können sich schneller vermehren. Dazu rät die Zeitschrift «Öko-Test» (Ausgabe Januar 2023) nach einer Laboranalyse von 17 tiefgefrorenen Kräutermischungen.

Viele Vitamine, aber auch mal ein Keim

Die schockgefrorene Ware ist eine Alternative zu frischen Kräutern, vor allem im Winter. Denn ein Großteil der Aromen, die meisten Mineralstoffe und Vitamine überstehen das Einfrieren unbeschadet. Allerdings frieren auch möglicherweise bei der Verarbeitung vorhandene Krankheitskeime mit ein - in dieser Stichprobe bei einem Produkt.

Das kann vor allem dann gesundheitlich problematisch werden, wenn die belasteten Kräuter aufgetaut auf Speisen oder im Kühlschrank herumliegen. Bakterien können sich dann schnell vermehren. Daher der Rat der Ernährungsexperten: Die Kräuter besser gefroren verarbeiten.

Boretsch in den Mischungen vermeiden

Von den 17 Mischungen erhielten sieben Produkte die Testnote «sehr gut» und sechs «gut». Von zwei Kräutermischungen wird mit Vergabe der Note «mangelhaft» komplett abgeraten. In ihnen wurden die gesundheitsschädlichen Pflanzengifte Pyrrolizidinalkaloide (PA) in einem stark erhöhten Gehalt gefunden. Sechs weitere Produkte sind ebenfalls betroffen, der Gehalt ist aber niedriger.

Das Problem: Die Stoffe stammen aus der Natur, etwa das Jacobskreuzkraut bildet sie. Bei der Ernte wird es versehentlich mit gepflückt und landet in den Kräutermischungen - mit den PA-Giften. Immerhin: Man kann auf Kräutermischungen ohne Boretsch, der ebenfalls die PA bildet, zurückgreifen und so das Risiko minimieren.

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