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Sonderveröffentlichung

Ein Schufa Eintrag - Was bedeutet das?

Der Eintrag in der Schufa ist grundsätzlich negativ konnotiert. Doch nicht jede Eintragung beeinflusst die Bonität und hat eine negative Auswirkung auf den Verbraucher. Dennoch gehört die Schufa zu den Institutionen, die noch heute Angst und Schrecken verbreiten und die zu den unbeliebtesten Unternehmen zählen.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.com

Wann bekommt man einen Schufa Eintrag?

Bei Schufa-Einträgen denken die meisten Verbraucher an nicht bezahlte Rechnungen und an die Aufnahme von Krediten. Doch bei der Schufa, der Schutzgemeinschaft zur Kreditsicherung, werden auch andere Daten gespeichert. So erfolgt beispielsweise ein Eintrag, wenn man einen Handyvertrag abschließt. Doch hierbei handelt es sich um einen Vermerk der keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit nimmt. Man kann auch einen Kredit ohne Schufa Eintrag beantragen und sich darauf verlassen, dass kein Negativvermerk im Register erfolgt. Grundsätzlich steht ein Großteil der verbindlichen Verträge in der Schufa. Doch sie beeinflussen die Bonität nicht, so lange die Rechnungen pünktlich gezahlt werden. Daher ist ein Schufa-Eintrag an sich kein Manko, das dem Verbraucher bei der Beantragung eines Kredits im Weg steht. Es kommt ganz darauf an, um was für einen Eintrag es sich handelt und ob er mit einer Schuld oder mit einem Vertragsabschluss einhergeht.

Welche Formen von Schufa-Einträgen es gibt

Die Schufa ist im Besitz einiger persönlicher Daten aller Verbraucher. Doch sie weiß nicht, welches Vermögen ein Haushalt oder eine Einzelperson besitzt,. Sie ist nicht in Kenntnis über den Familienstand und sie weiß auch nicht, welchen Beruf ein Verbraucher ausübt oder welche politische Gesinnung er hat. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Schufa keine „persönlichen“ Beurteilungen ausspricht, sondern aufgrund einer Kerndatenerhebung mi Angaben zum Wohnort eine Prognose abgibt. Es gibt positive und es gibt negative Schufa-Einträge. Bei letzteren handelt es sich beispielsweise um nicht oder um zu spät getilgte Kredite und Rechnungen. Positive Einträge beziehen sich hingegen auf Verträge, deren ausstehende Rechnungen monatlich ohne Einschränkungen vom Konto abgehen - oder vom Verbraucher selbst überwiesen werden. Man hat das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft bei der Schufa einzuholen und so über seine Eintragungen in Kenntnis zu sein.

Was speichert die Schufa und wofür ist es wichtig?

Die Schufa speichert alle Daten zu abgeschlossenen Verträgen, Kontoeröffnungen und Kreditkarten. Sie wird darüber informiert, wenn ein Verbraucher einen Kredit abschließt (der an die Schufa gemeldet wird) und sie hat Kenntnis zum Wohnort, zum Geschlecht und zum Alter. Doch dann endet der Wirkungsspielraum der Schufa bereits, sodass man sich keine Gedanken machen muss, dass das Unternehmen alles weiß und über jeden Schritt aller Bundesbürger informiert ist. Daher kann man ganz beruhigt schlafen und sich die wichtige Ruhe gönnen, auch wenn ein Unternehmen eine Anfrage bei der Schufa stellt oder wenn man einen Kredit beantragt. Der ausschlaggebende Punkt ist hier, dass man seine Verbindlichkeiten zuverlässig und fristgemäß getilgt hat. Ist das der Fall, gibt es keine negativen Schufa-Einträge und damit keine persönlich verschuldeten Einflüsse auf die Bonität.

Fazit: Ein Schufa-Eintrag sorgt allein beim Gedanken an ihn für ein ungutes Bauchgefühl. Doch das muss nicht sein, denn nicht alle Vermerke in der Schufa sind schlecht. Wer seine jährliche kostenlose Auskunft anfordert, ist immer in Kenntnis über seine persönliche Kreditwürdigkeit.

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