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Sonderveröffentlichung

Umfrage des BdB

Online-Banking gewinnt an Beliebtheit

Das Vertrauen der Gesellschaft in Online- und Mobile-Banking steigt. Das bestätigt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, die im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) durchgeführt wurde. Demnach schätzen immer mehr Nutzer digitale Banking-Lösungen als sicher ein. Die Nutzung befindet sich auf einem hohen Niveau.

Aschendorff Medien

Foto: Pexels

Ob Überweisungen per Online-Banking am heimischen Computer, Kontostandabfrage via Smartphone oder die mobile Recherche bei einem Depotführungsdienst: Online- und Mobile-Banking erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dank des vielfältigen Serviceangebots von Digitalbanken und innovativer Zahlungsanbieter hält der Markt inzwischen zahleiche digitale Alternativen bereit, um Bankgeschäfte komfortabel und schnell zu erledigen. Auch Konten und viele Kredite sind längst online verfügbar und erfordern von Kunden keinen Besuch bei der Hausbank. Wie sich beispielsweise ein kostenloses und bedarfsgerechtes Girokonto eröffnen lässt, ohne das Haus zu verlassen, verrät ein Experte für Finanzen und Onlinebanken.

Auch die Ergebnisse der repräsentativen Studie des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. „Sicherheit und Nutzung von Online Banking“ sprechen eine eindeutige Sprache. Während der Bankschalter von immer weniger Kunden aufgesucht wird, legt die Online-Banking-Nutzung in fast allen Altersgruppen zu. Sechs von zehn Deutschen machen sich Online- beziehungsweise Mobile-Banking laut jüngster Befragung im August 2021 derzeit zunutze. Der Datenvergleich nach Altersgruppe macht den Zuwachs erkennbar:

·         18-29 Jahre: + 12 %

·         40-49 Jahre: + 12 %

·         50-59 Jahre: + 13 %

·         Ab 60 Jahre: + 16 %

Lediglich bei den 30- bis 39-Jährigen stagnieren die Zahlen. Auch die Nutzungshäufigkeit der digitalen Möglichkeiten ist gestiegen. Wie der Bankenverband in den Studienergebnissen bestätigt, tätigen aktuell 51 Prozent der Befragten Überweisungen, Kontoabfragen und weitere Aufträge mindestens mehrmals wöchentlich über das Internet – vor drei Jahren waren es nur 34 Prozent. Besonders stark ist der Anstieg bei denjenigen, die Online- beziehungsweise Mobile-Banking mehrmals täglich nutzen: Im Mai 2018 gaben nur zwei Prozent der Befragten an, die digitalen Lösungen entsprechend häufig zu verwenden, im August 2021 waren es bereits 13 Prozent.

Bankfiliale verliert an Attraktivität

Eine Filiale ihrer Hauptbank suchen 46 Prozent der befragten Erwachsenen mindestens einmal oder mehrmals im Monat auf, wobei nur etwa ein Viertel davon den persönlichen Kontakt am Bankschalter in Anspruch nimmt. Mindestens einmal pro Woche besuchen noch lediglich 13 Prozent der Bankkunden eine Filiale – im Jahr 2014 lag diese Zahl noch bei 27 Prozent.

Die Nutzerzahl von Bankschaltern (SB-Service-Gerätschaften & Geldautomaten ausgenommen) ist ebenfalls gesunken: Vor sieben Jahren wurde das Vor-Ort-Angebot mit persönlichem Kontakt zur Bank mindestens einmal wöchentlich noch von sieben Prozent der Kunden genutzt, aktuell sind es nur noch drei Prozent. Generell zeigt sich hinsichtlich des Alters eine klare Tendenz in Bezug auf die Inanspruchnahme von Bankschaltern: Je älter die Bankkunden, desto häufiger werden die Filialen der Kreditinstitute aufgesucht.

Hohes Sicherheitsempfinden

Nachdem 2018 knapp die Hälfte der Deutschen meinte, dass Online-Banking sicher oder gar sehr sicher sei, sind aktuell bereits 64 Prozent dieser Meinung. Auch beim Sicherheitsempfinden nimmt das Alter der Befragten großen Einfluss auf das Ergebnis. Nur 45 Prozent der Menschen über 60 Jahre halten Online-Banking für sicher, in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sind es neun von zehn der Befragten. Dennoch haben mit einem Plus von 17 Prozent inzwischen deutlich mehr Ältere ein höheres Sicherheitsempfinden im Vergleich zur Datenerhebung von vor drei Jahren.

Vertrauensvorsprung für Banken und Sparkassen

Beim Vertrauen bezüglich der Datensicherheit genießen Banken einen erheblichen Vorsprung gegenüber GAFA-Unternehmen – GAFA ist das Akronym für Google, Apple, Facebook und Amazon. Die vier Technologie-Konzerne werden von lediglich drei Prozent der Befragten mit sehr gut und von 18 Prozent als gut bewertet, wenn es um Datensicherheit geht. Banken werden von 78 Prozent der Umfrageteilnehmer derart positiv eingeschätzt. 26 Prozent glauben, dass Kundendaten bei den GAFAs „gar nicht gut“ vor Zugriffen durch Dritte geschützt sind ­– 43 Prozent wählten die Antwort „nicht so gut“.

Durchgeführt wurde die Studie vom Marktforschungsunternehmen Kantar.

Quelle: Bankenverband

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