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Weitere Lockerungen

Partys, Masken und Kontakte: Corona-Regeln bröckeln

Berlin (dpa)

Einige Landkreise und Städte in Deutschland melden inzwischen keine Corona-Neuansteckungen mehr. Zunehmend lockern die Bundesländer deshalb Einschränkungen. An Schulen und im Freien fallen die Masken.

Von dpa

Mehrere Bundesländer beschlossen, die Maskenpflicht im Freien zu beenden. Sie soll nur noch in Ausnahmefällen gelten. Foto: Peter Kneffel/dpa

Angesichts weiter sinkender Ansteckungszahlen nehmen die Bundesländer immer mehr Corona-Einschränkungen zurück. Mehrere Länder kündigten weitreichende Lockerungen an: So wird die Maskenpflicht im Freien aufgehoben, Menschen dürfen sich wieder ohne Beschränkungen treffen, und Maskenvorgaben an Schulen werden weiter gelockert.

Auch Partys in Clubs werden nach Monaten wieder möglich. Den Überblick zu behalten, in welchem Bundesland aktuell noch welche Corona-Regeln gelten, wird zunehmend schwieriger.

«ES DARF WIEDER GETANZT WERDEN»

Die Regierungen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gaben am Dienstag den Startschuss für die Rückkehr des Nachtlebens: Tanz-Clubs könnten mit beschränkter Personenzahl und strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach einer Sitzung seines Kabinetts. «Es darf wieder getanzt werden», sagte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD).

MASKENPFLICHT IM FREIEN FÄLLT

Mehrere Bundesländer beschlossen am Dienstag (15. Juni) ein Ende der Maskenpflicht im Freien oder eine Maskenpflicht im Freien nur noch in Ausnahmefällen. In Berlin fällt die Tragepflicht auf belebten Plätzen weg, im Freien im Zoo und im Tierpark. Auch in Hamburg, im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und in Rheinland-Pfalz können die Masken bei Aktivitäten draußen künftig in der Tasche bleiben. Tragepflicht gilt nur noch zum Teil, etwa wo dichtes Gedränge herrscht oder wie in Bremen beschlossen nur noch an Bushaltestellen oder Bahnhöfen.

Treffen draußen werden zum Teil gar nicht mehr beschränkt: So beschloss Sachsen-Anhalt, die bislang geltenden Kontaktbeschränkungen in Kontaktempfehlungen umzuwandeln. In Brandenburg werden sogar sämtliche Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit aufgehoben.

Unterschiede gibt es beim Maske-Tragen in öffentlichen Verkehrsmitteln: In der Hauptstadt ist weiter eine FFP2-Maske Pflicht. In Nordrhein-Westfalen reicht schon seit dem vergangenen Wochenende eine OP-Maske. Auch in Sachsen-Anhalt muss in Bussen oder Bahnen künftig keine FFP2-Maske mehr getragen werden. Es reicht ebenso wie beim Shopping die OP-Maske.

MASKENREGELN FÜR SCHÜLER UNTERSCHIEDLICH

Auch die Masken-Regeln an den Schulen werden weiter gelockert: Die Tragepflicht im Unterricht fällt zum Beispiel in Rheinland-Pfalz und im Saarland weg. Auch in Sachsen-Anhalt sollen Schüler nur noch auf dem Schulflur einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Baden-Württemberg lockert ebenfalls: Keine Maske im Unterricht mehr, wenn die Inzidenz unter 35 liegt und es zuletzt keine Corona-Fälle an der Schule gab. In Bayern dürfen Schüler zumindest auf dem Pausenhof und bei Wandertagen künftig ihre Masken wieder ablegen, wie die Staatskanzlei am Dienstag in München mitteilte.

Im Norden müssen sich Schüler allerdings darauf einstellen, dass die Maske im Unterricht auch in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien noch aufgesetzt werden muss. Dieser Puffer nach den Ferien sei in Bezug auf die Urlaubsrückkehrer wichtig, sagte Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag (15. Juni). Solche Pläne gibt es auch in Berlin und Brandenburg.

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