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Sonderveröffentlichung

Thema Altersvorsorge: Senkung des Rechnungszinses ab 2022 schmälert die Versicherungssumme

Wegen der anhaltenden Niedrigzinssituation wird der Höchstrechnungszins bei Versicherungen ab 2022 gesenkt. Gerade für junge Verbraucher hat das negative Auswirkungen. Wer sich bis Jahresende für eine Versicherung zur Altersvorsorge entscheidet, kann den Nachteil noch vermeiden.

Zinssenkung auf 0,25 Prozent

Der Gesetzgeber hat die Verringerung des Höchstrechnungszinses zum 1. Januar 2022 von derzeit 0,9 auf 0,25 Prozent verfügt. Grund für diese Maßnahme ist die jahrelange Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank EZB. Ziel der Senkung ist es, die Kalkulationen der Versicherer für Verbraucher sicherer zu machen.

Beim Höchstrechnungszins handelt es sich um den Zinssatz, der maximal zur Kalkulation von Vorsorgelösungen verwendet werden darf. Er wird vom Bundesfinanzministerium vorgegeben und ist für die Versicherer verpflichtend.

Mit Werten unterhalb des Rechnungszinses können die Versicherer dann ihre Finanzprodukte berechnen. Der Zinssatz dient als Rechnungsgrundlage für Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und betriebliche sowie private Rentenversicherungen.

Ab 2022: Weniger Versicherungssumme, bei gleichen Kosten

Die Folge der Zinssenkung für Verbraucher: Sie müssen mit weniger Ertrag rechnen, wenn sie ab dem 1. Januar 2022 eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließen – bei gleich hohen Beiträgen. Deshalb ist es ratsam, noch in diesem Jahr eine Versicherung zur Altersvorsorge abzuschließen.

Laut einem Rechenbeispiel auf der Website des Finanzdienstleistungsunternehmens Swiss Life Select sichert sich ein 27-jähriger Arbeitnehmer zusätzliche 13.125 Euro, wenn er noch vor dem 31.12.2021 eine fondsgebundene Rentenversicherung mit einem Monatsbeitrag von 100 Euro abschließt:

Bei 40 Jahren Laufzeit und dem aktuellen Rechnungszins von 0,9 Prozent käme der Arbeitnehmer laut Swiss Life Select bei Auszahlung auf eine Versicherungssumme von 148.335 Euro. Bei einem Abschluss ab 2022 und einem Zinssatz von 0,25 Prozent wären das nur noch 135.210 Euro, bei gleichen Berechnungsvorgaben.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Höhere Kosten bei gleicher Leistung

Auch Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU), Dread-Disease-Versicherungen und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sind von der Zinssenkung betroffen, so der Swiss Life Select-Artikel. Bei diesen Versicherungen steigen als Folge der Absenkung die monatlichen Beiträge, bei gleicher Versicherungsleistung.

Der Finanzdienstleister Swiss Life Select liefert hierfür auf seiner Website ein weiteres Anschauungsbeispiel: Eine 25-jährige Arbeitnehmerin möchte mit einer BU ihre Arbeitskraft absichern. Im Fall einer Berufsunfähigkeit bekäme sie 1.000 Euro monatlich, bei einer Beitragsdynamik von drei Prozent.

Wenn sie in diesem Jahr eine BU abschließt, gilt für sie noch der Höchstrechnungszins in Höhe von 0,9 Prozent. Wartet die junge Arbeitnehmerin mit ihrer Unterschrift bis zum Jahr 2022, greift der niedrigere Rechnungszins von 0,25 Prozent. Die Folge: Ihre BU wird wesentlich teurer – bei gleicher Versicherungsleistung.

In Zahlen bedeutet das: Wenn sie ihre BU noch in 2021 realisiert, liegt ihr monatlicher Beitrag bei 65,36 Euro. Wird der Vertrag erst im Jahr 2022 unterschrieben, zahlt sie monatlich 69,58 Euro. Bei einer Ersparnis von 4,22 Euro im Monat beim Abschluss im laufenden Jahr kommen bei einer Laufzeit von 40 Jahren am Ende 12.241 Euro mehr zur Auszahlung. Mit eingerechnet sind dabei eine Rendite in Höhe von sechs Prozent per anno sowie eine Beitragsdynamik von drei Prozent jährlich.

Der Gesetzgeber hat die Verringerung des Höchstrechnungszinses zum 1. Januar 2022 von derzeit 0,9 auf 0,25 Prozent verfügt. Grund für diese Maßnahme ist die jahrelange Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank EZB. Ziel der Senkung ist es, die Kalkulationen der Versicherer für Verbraucher sicherer zu machen.

Beim Höchstrechnungszins handelt es sich um den Zinssatz, der maximal zur Kalkulation von Vorsorgelösungen verwendet werden darf. Er wird vom Bundesfinanzministerium vorgegeben und ist für die Versicherer verpflichtend.

Mit Werten unterhalb des Rechnungszinses können die Versicherer dann ihre Finanzprodukte berechnen. Der Zinssatz dient als Rechnungsgrundlage für Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und betriebliche sowie private Rentenversicherungen.

Ab 2022: Weniger Versicherungssumme, bei gleichen Kosten

Die Folge der Zinssenkung für Verbraucher: Sie müssen mit weniger Ertrag rechnen, wenn sie ab dem 1. Januar 2022 eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließen – bei gleich hohen Beiträgen. Deshalb ist es ratsam, noch in diesem Jahr eine Versicherung zur Altersvorsorge abzuschließen.

Laut einem Rechenbeispiel auf der Website des Finanzdienstleistungsunternehmens Swiss Life Select sichert sich ein 27-jähriger Arbeitnehmer zusätzliche 13.125 Euro, wenn er noch vor dem 31.12.2021 eine fondsgebundene Rentenversicherung mit einem Monatsbeitrag von 100 Euro abschließt:

Bei 40 Jahren Laufzeit und dem aktuellen Rechnungszins von 0,9 Prozent käme der Arbeitnehmer laut Swiss Life Select bei Auszahlung auf eine Versicherungssumme von 148.335 Euro. Bei einem Abschluss ab 2022 und einem Zinssatz von 0,25 Prozent wären das nur noch 135.210 Euro, bei gleichen Berechnungsvorgaben.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Höhere Kosten bei gleicher Leistung

Auch Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU), Dread-Disease-Versicherungen und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sind von der Zinssenkung betroffen, so der Swiss Life Select-Artikel. Bei diesen Versicherungen steigen als Folge der Absenkung die monatlichen Beiträge, bei gleicher Versicherungsleistung.

Der Finanzdienstleister Swiss Life Select liefert hierfür auf seiner Website ein weiteres Anschauungsbeispiel: Eine 25-jährige Arbeitnehmerin möchte mit einer BU ihre Arbeitskraft absichern. Im Fall einer Berufsunfähigkeit bekäme sie 1.000 Euro monatlich, bei einer Beitragsdynamik von drei Prozent.

Wenn sie in diesem Jahr eine BU abschließt, gilt für sie noch der Höchstrechnungszins in Höhe von 0,9 Prozent. Wartet die junge Arbeitnehmerin mit ihrer Unterschrift bis zum Jahr 2022, greift der niedrigere Rechnungszins von 0,25 Prozent. Die Folge: Ihre BU wird wesentlich teurer – bei gleicher Versicherungsleistung.

In Zahlen bedeutet das: Wenn sie ihre BU noch in 2021 realisiert, liegt ihr monatlicher Beitrag bei 65,36 Euro. Wird der Vertrag erst im Jahr 2022 unterschrieben, zahlt sie monatlich 69,58 Euro. Bei einer Ersparnis von 4,22 Euro im Monat beim Abschluss im laufenden Jahr kommen bei einer Laufzeit von 40 Jahren am Ende 12.241 Euro mehr zur Auszahlung. Mit eingerechnet sind dabei eine Rendite in Höhe von sechs Prozent per anno sowie eine Beitragsdynamik von drei Prozent jährlich.

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