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Wann ein Kontowechsel sinnvoll ist

Aus Bequemlichkeit nehmen viele Bankkunden steigende Kontoführungsgebühren und sogar Negativzinsen hin. Doch in vielen Fällen ist ein Bankwechsel die perfekte Alternative.

Aschendorff Medien

Foto: pexels.com

So können Verbraucher erkennen, ob ein Bankwechsel sinnvoll wäre und das passende Angebot finden.

Studien zufolge setzt sich nur jeder zehnte Deutsche mit dem Thema Kontowechsel auseinander – nicht jeder davon wechselt letztlich auch. Hält man sich vor Augen, dass Banken und Sparkasse Kontoführungsgebühren in den letzten Jahren deutlich angehoben haben und das wohl auch weiterhin tun werden, kann man jedoch davon ausgehen, dass die Anzahl der Kontowechsler zunehmen wird. Aber lohnt sich der Wechsel zu einer anderen Bank überhaupt?

Warum über einen Kontowechsel nachdenken?

Wer in Deutschland lebt, Einkommen erzielt und Steuern abführt, braucht ein Girokonto. Die meisten Bürgerinnen und Bürger schließen ihres sehr früh ab – spätestens aber ab Ausbildungsbeginn oder Studium. Dabei führt einen der erste Weg in der Regel zur Hausbank – dorthin, wo auch die eigenen Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel schon immer ihr Girokonto hatten. Vertrauenswürdigkeit, ein guter Name und die Berater vor Ort: Das waren bei der Bank-Wahl die wichtigsten Kriterien.

Doch einem immer kleiner werdenden Serviceangebot stehen heutzutage bei den meisten Banken viel zu hohe Kosten gegenüber – nicht, weil die Bank ihre Kunden über den Tisch ziehen möchte, sondern weil die Niedrigzinsphase sie dazu zwingt. Je aufgeblähter die Organisation eines Kreditinstitutes, desto mehr Kosten entstehen, die irgendwie relativiert werden müssen.

Auf KontoGuru findet man eine Übersicht über all die Banken, die ein Girokonto mit fairen Konditionen und gutem Service anbieten. Durch einen geschickten Wechsel können Verbraucher meist richtig viel Geld sparen.

Ein Kontowechsel ist deutlich einfacher als früher

Stetig zunehmende Kundenentgelte führen dazu, dass der Gesetzgeber im Jahr 2016 entschied, Bankkunden einen schnellen und unkomplizierten Bankwechsel zu ermöglichen. Seitdem gilt das Prinzip der freien Bankwahl – auch ablehnen dürfen Banken Interessenten nicht mehr. Stattdessen ist die neue Bank gesetzlich dazu verpflichtet, Verbraucher durch einen Wechselservice zu unterstützen. Auch die bisherige Bank ist zur Kooperation verpflichtet und erleichtert dadurch den Wechsel.

Enorme Ersparnisse bei den Gebühren

Durch das Prinzip der freien Bankwahl herrscht unter den Kreditinstituten ein ganz neuer Wettbewerb. In diesem Wettbewerb tun sich vor allem die Banken leicht, die einen weniger großen Kostenapparat stemmen müssen. So muss der Anbieter nämlich keine hohen Kosten auf die Kunden umlegen.

Viele Online Banken, Fintechs und Direktbanken können dadurch sogar ein kostenloses Girokonto oder ein Girokonto mit niedrigen Kontoführungsgebühren anbieten. Diesen Angeboten stehen Kundenentgelte in Höhe von bis zu 100€ pro bei anderen Banken gegenüber. Durch einen Wechsel kann man also ziemlich viel Geld sparen und erhält manchmal sogar eine Wechselprämie.

Zusätzliche Leistungen

Basiskonten bei Kreditinstituten sind zwar meist billiger, bieten aber weniger Services an. Durch einen Wechsel hat im besten Fall die Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen, das spannende Zusatzleistungen wie Kreditkarte, hohen Freibetrag für Negativzinsen oder kostenlose Bargeldabhebung an Fremdautomaten bietet.

Zu welcher Bank wechseln?

Wer über einen Bankwechsel nachdenkt, sollte einen Girokonto Vergleich nutzen. Darin werden alle relevanten Details einzelner Angebote miteinander verglichen: Kontoführungsgebühr, Überweisungsgebühren, Kosten für die Girokarte sowie – falls vorhanden – für die Kreditkarte, Dispo-Höhe und anfallende Kosten bei Barabhebungen.

Wer nur die nackten Zahlen vergleicht, findet in der Regel schnell ein Angebot, das richtig gut klingt und gegenüber dem bisherigen Girokonto ordentlich Einsparpotenzial bietet. Doch es gibt noch einen weiteren Faktor, den Verbraucher beim Bankwechsel unbedingt prüfen sollte: Handelt es sich um eine Filial- oder um eine Direktbank?

Direktbank oder Filialbank

Direktbanken und Filialbanken unterscheiden sich vor allem in einem: Filialbanken haben ein engmaschiges Netz an Zweigstellen. Direktbanken verzichten darauf und ermöglichen es ihren Kunden, nicht nur den Zahlungsverkehr, sondern auch alles andere telefonisch oder über das Internet zu erledigen.

Hatten Filialbanken früher ganz klar die Nase vorne, hat sich das Blatt mittlerweile ein wenig gewendet: Verbraucher wählen eine Bank nicht mehr (nur) deshalb, weil es eine Filiale vor Ort gibt, sondern hauptsächlich, weil die Konditionen stimmen. Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass viele Filialbanken sogar Zweigstellen schließen müssen. Durch den zunehmenden Kostendruck und das immer beliebter werdende Online Banking lohnen sich die Filialen nämlich oft einfach nicht mehr.

Direktbanken sind dagegen seit Jeher auf die Fernabwicklung verschiedenster Bankgeschäfte spezialisiert und können ihren Kunden deshalb nicht nur faire Konditionen, sondern auch besten Banking Service bieten.

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