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Welche Arten von Krediten gibt es?

Wenn Neuanschaffungen anstehen oder finanzielle Engpässe auftreten, nutzen Verbraucher häufig die Möglichkeit einer Kreditaufnahme. Allein im Jahr 2021 betrug die Anzahl neu abgeschlossener Kreditverträge nahezu sieben Millionen. Hinzu kommen Verträge von Geschäftskunden, die oft der Sicherung von Lieferungen und Umsetzung von Investitionen dienen. Kreditgeber sind im Allgemeinen Banken sowie Finanzinstitute. Einen deutlich geringeren Anteil verzeichnen die Förderbanken der Bundesländer und Privatkredite. Abhängig von der Art des Kredits gestalten sich die Rahmenbedingungen, wie Laufzeit, Zinsen oder Tilgungsraten.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Dispositionskredit - unkomplizierte Art der Geldbeschaffung

Als besonders beliebt gilt nach wie vor der Dispositionskredit. Verbraucher lassen sich bei ihrer Hausbank einen bestimmten Kreditrahmen anhand ihres Girokontos festlegen, der dann für eine individuelle Nutzung freigegeben ist. Die Grundlage für die Bereitstellung sind die monatlichen, regelmäßigen Eingänge, beispielsweise Gehälter, Mieteinnahmen, Renten. Der große Vorteil dieser Variante besteht in der Flexibilität, denn Verbrauchern steht der Zugriff nach Bedarf frei. Ein Nachteil sind die vergleichsweise hohen Zinsen.

Rahmenkredit - eine spezielle Alternative zum Dispokredit

Auch unter der Bezeichnung Abrufkredit geläufig, stellt der sogenannte Rahmenkredit eine günstige Alternative zum Dispositionskredit dar. Er unterscheidet sich ebenfalls vom klassischen Ratenkredit und ist als Mittelweg zu sehen. Ähnlichkeiten ergeben sich in der Art und Weise der Bereitstellung. Voraussetzung sind eine sehr gute Bonität und relativ hohe Einkünfte. Anhand dieser Daten ermittelt die Bank den festen Kreditrahmen. Dieser Weg bietet neben der individuellen Verfügbarkeit des Geldes zwei entscheidende Vorteile. Grundsätzlich fallen Zinsen erst bei einer Inanspruchnahme des Kredits an. Zahlt der Verbraucher das entnommene Geld wieder ein und gleicht den Kreditrahmen somit wieder aus, entfallen ab diesem Tag erneut die Zinsbelastungen. Darüber hinaus liegen die Zinssätze eines Rahmenkredits deutlich unter denen eines Dispositionskredits. Sie betragen in der Regel zwischen drei und sieben Prozent.

Ratenkredit - der Klassiker unter den Darlehen

Verbraucher nutzen Ratenkredite in der Regel zur Finanzierung von verschiedenen Konsumgütern. Der Abschluss kann, muss aber nicht zweckgebunden sein. Ein zweckgebundener Ratenkredit kommt etwa bei einer Finanzierung eines Autos in Betracht. Auch Einzelhändler, in Kooperation mit einer Bank, bieten die Abschlüsse derartiger Kredite an. Infrage kommen häufig Möbelhäuser oder Onlinekaufhäuser. Die Absicherung eines Ratenkredits erfolgt im Allgemeinen durch die Abtretung des Gehalts oder des Lohns. Geläufige Laufzeiten liegen zwischen zwölf und 120 Monaten. Sehr häufig beginnen die Darlehenssummen bei ein paar Tausend Euro und reichen, je nach Finanzierer, bis hin zu 100.000 Euro. Ein spezielles Merkmal ist der festgeschriebene Sollzins, der sich über die gesamte Laufzeit ergibt.

Minikredit - kurze Laufzeiten, schnelle Bearbeitung

Eine spezielle Form eines Kredits stellt ein Minikredit dar. Er besitzt oft nur eine geringe Laufzeit von einem oder zwei Monaten und die aufgenommenen Summen liegen im Durchschnitt zwischen 500 und 1.000 Euro. Die Rückzahlung erfolgt in einem Betrag, höchstens jedoch in zwei Teilbeträgen. Die Vorteile sind eine meist unkomplizierte Antragstellung sowie eine schnelle Gewährung. Die Zinsen entsprechen etwa denen eines Dispokredits, wobei durch die geringe Laufzeit auch nur geringe Kosten anfallen.

Realkredit - Geldaufnahme bei Immobilien

Realkredite kommen im Bereich von Immobilien zum tragen. Sie dienen der Finanzierung von Neubauten, beim Kauf einer Immobilie sowie bei Sanierungen und Renovierungen. Als Basis für eine Gewährung dient der Wert der Immobilie. Einen weiteren Aspekt bildet die Bonität des Antragstellers. Zur Absicherung nimmt der Finanzierer die Eintragung einer Grundschuld im jeweiligen Grundbuch vor.

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