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Experten-Empfehlung

Bei Migräne die Mahlzeiten regelmäßig über den Tag verteilen

Baierbrunn (dpa/tmn)

Hilft bei Migräne ein Verzicht auf Süßigkeiten oder auf Käse? Ein Neurologe hat dazu eine klare Meinung und erklärt, welchen Einfluss die Ernährung auf die Erkrankung haben kann.

Von dpa

Migräneanfälle verursachen bei Betroffenen heftige, andauernde Kopfschmerzen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Menschen, die mit Migräne zu kämpfen haben, sollten auf regelmäßige Mahlzeiten achten und lieber fünf als drei davon pro Tag zu sich nehmen. Das empfiehlt der auf Schmerztherapie spezialisierte Neurologe Professor Hartmut Göbel.

«Das Gehirn von Migränekranken benötigt mehr Energie und die nimmt es natürlich aus Nahrungsmitteln», sagt der Chefarzt der Schmerzklinik Kiel in der Zeitschrift «Apotheken Umschau» (Ausgabe B06/2021). Gut sei zum Beispiel ein reichhaltiges Frühstück. Von Intervallfasten und der sogenannten Low-Carb-Ernährung rät Göbel Betroffenen hingegen ab.

Wenig hält der Mediziner von selbst gesetzten Lebensmittelverboten. Es sei zwar möglich, dass man nach dem Verzehr von glutamathaltigen Speisen, von Gepökeltem oder von sehr kaltem Essen Kopfweh bekomme. Dieser Schmerz werde aber von den Nahrungsmitteln ausgelöst und sei keine Migräne.

Auch der Heißhunger auf Süßes oder sehr kalorienreiches Essen, der mitunter vor den Attacken einsetzt, ist erklärbar: Damit versucht das Gehirn dem Bericht zufolge ein Energiedefizit auszugleichen. Und eben deshalb seien regelmäßige Mahlzeiten so empfehlenswert. Auslöser für die Migräne seien Schokolade oder Gummibärchen nicht.

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