1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Leben-und-erleben
  4. >
  5. Gesundheit
  6. >
  7. Brustvergrößerung: Worauf es bei der Vor- und Nachsorge ankommt

  8. >
Sonderveröffentlichung

Brustvergrößerung: Worauf es bei der Vor- und Nachsorge ankommt

Mit einer Brustvergrößerung erfüllen sich viele Frauen, die unzufrieden mit ihrer Körbchengröße sind, den Traum von schön geformten Brüsten. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer entsprechenden Voruntersuchung ist es für Patientinnen wichtig, sich so gut wie möglich auf den operativen Eingriff vorzubereiten. Auch eine entsprechende Nachsorge nach der Operation ist wichtig, damit keine Komplikationen auftreten. Der nachfolgende Beitrag schlüsselt auf, worauf Patientinnen achten sollten, um selbst etwas zum Behandlungserfolg beizutragen.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Vor der Operation: Ausführliches Beratungsgespräch

Bevor die Entscheidung für oder gegen eine Brustvergrößerung ausfällt, steht ein ausführliches Beratungsgespräch an. In diesem Gespräch klärt der behandelnde Arzt die Patientin ausführlich über die Risiken und Nutzen einer operativen Brustvergrößerung auf. Außerdem werden beidseitig Alternativen zur Operation sowie die erwartbaren Kosten angesprochen. Meistens haben Patientinnen im Anschluss ausreichend Bedenkzeit oder gar ein weiteres Folgegespräch, um in Ruhe und wohlüberlegt eine Entscheidung zu treffen. Nur dann, wenn alle Formalitäten geklärt sind, sollten Patientinnen dem Eingriff zustimmen.

Was Patientinnen bei der Voruntersuchung erwartet

Fällt die Entscheidung zugunsten einer Brustvergrößerung an, vereinbaren Arzt und Patientin einen Termin für eine Voruntersuchung. Diese ist dazu da, um einerseits die anatomischen Voraussetzungen herauszufinden, andererseits, um Gewebeveränderungen auszuschließen. Falls notwendig, könnten im Vorfeld bestimmte Untersuchungen durchgeführt werden, z.B. eine gynäkologische Ultraschalluntersuchung oder Mammografie. Sofern nichts gegen die geplante Operation spricht, vermisst der Mediziner im Anschluss die Form und Größe der Brüste.

Die richtige Vorbereitung auf die OP

Vor der OP kommt es darauf an, den Körper zu schonen und dessen Selbstheilungskräfte anzuregen. In erster Linie hilft ein gesunder Lebensstil dabei, Komplikationen zu vermeiden und Risiken zu minimieren. So sollten Raucher etwa mindestens eine bis zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff nicht mehr zur Zigarette greifen, da Nikotin die Wundheilung verzögert sowie entzündliche Prozesse im Körper begünstigt. Alkoholische Getränke sowie blutverdünnende Medikamente sollten in den Wochen vor der Operation ebenfalls vermieden werden, damit das Risiko für Nachblutungen reduziert wird. Idealerweise verzichten Patientinnen vor dem geplanten Eingriff außerdem auf Diäten und Impfungen, um das Immunsystem nicht zusätzlich zu belasten. Unmittelbar bzw. ab dem Abend vor der Operation sollten Patientinnen nichts mehr essen oder trinken, um einen “nüchternen Magen” zu haben.

Worauf es bei der Nachsorge ankommt

Nach einer professionellen Brustvergrößerung unterstützen Patientinnen den Heilungsprozess, indem sie die ärztlichen Anweisungen zur Nachsorge konsequent umsetzen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei das Tragen eines spezielles Stütz-BHs. Dieser sollte für mindestens vier Wochen rund um die Uhr getragen werden. Dies ist erforderlich, damit die eingesetzten Implantate an Ort und Stelle im Brustgewebe verbleiben und dort einwachsen können.

Da die erste Kontrolluntersuchung meistens erst nach einer Woche erfolgt und die Fäden, sofern sie nicht selbstauflösend sind, erst nach 14 Tagen gezogen werden, darf die Wunde nicht mit verunreinigten Händen berührt werden. Um Infektionen vorzubeugen, verschreiben einige Plastische Chirurgen, die Brustvergrößerungen durchführen, eventuell prophylaktisch ein Antibiotikum, das Patientinnen mehrere Tage lang einnehmen. Sollten nach der Operation starke Schmerzen auftreten, lassen sich diese meist medikamentös mit Schmerztabletten (mit Ausnahme von blutverdünnenden Arzneimitteln wie Aspirin) oder mit Kühlpads lindern.

Während der Genesungszeit sollten Patientinnen, wenn möglich, hektische und schnelle Bewegungen vermeiden. Damit die Wunde optimal verheilt und die Implantate wie gewünscht einwachsen, sollten außerdem sportliche Tätigkeiten aller Art für mindestens sechs Wochen komplett unterbleiben. Auch die Schlafposition sollte, um den Heilungsprozess zu unterstützen, in Rückenlage und nicht auf dem Bauch erfolgen. Duschen ist bereits einige Tage nach der Operation wieder erlaubt, Schwimmbad- oder Saunagänge sollten Patientinnen jedoch für mehrere Wochen vermeiden, damit keine schädlichen Stoffe oder Keime in die Wunde gelangen. Neben den genannten Richtlinien ist nach dem Fädenziehen eine regelmäßige Narbenpflege mit speziellen Cremes oder Salben angezeigt. Da die speziellen Stoffe die Durchblutung im Körper anregen, unterstützen sie die Wundheilung.

Damit die Wundheilung optimal verläuft und das ästhetische Ergebnis wie gewünscht ausfällt, ist es für Patientinnen unerlässlich, zuverlässig alle vereinbarten Nachsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Darin beurteilt der behandelnde Arzt den Heilungsprozess und gibt den Patientinnen individuelle Ratschläge. Auch bei anderen Problemen wie beispielsweise anhaltenden Schmerzen oder späteren Schwierigkeiten beim Stillen nach einer Brust-OP helfen die behandelnden Ärzte auch außerhalb der Kontrolltermine weiter. Im Zweifelsfall ist es angebracht, einen zusätzlichen Termin zu vereinbaren. Keinesfalls sollten Patientinnen, ohne mit den behandelnden Ärzten Rücksprache zu halten, selbst Medikamente anwenden, die die vorhandenen Beschwerden verschlimmern könnten. Sofern die erwähnten Ratschläge bestmöglich berücksichtigt werden, minimieren Patientinnen die Risiken und leisten selbst einen erheblichen Beitrag, damit die Wunde komplikationslos verheilt.

Startseite