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Münster fährt Fahrrad

Münster ist definitiv die Stadt der vielen Fahrräder. In keiner anderen Stadt in Deutschland werden so viele Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, wie in Münster. Etwa 38 Prozent der täglichen Fahrten finden in Münster mit dem Fahrrad statt. Doch auch wie in anderen Städten krankt es oft an zu wenig ausgebauten Fahrradwegen oder Fahrradstraßen.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Fahrradstadt Münster - viele Initiativen
So viele Fahrrad-Initiativen wie in Münster finden sich kaum anderen Orts. Ziel der Initiativen und Interessengemeinschaften ist es, die Qualität des Radfahrens in Münster besser und vor allem sicherer zu machen. Überall in Deutschland unterschätzen Stadtpolitiker allzu oft, wie viele Radfahrer so unterwegs sind. Dadurch wird häufig an falschen Stellen investiert.

Wer sich Münster mal näher anschauen möchte, Münsteraner sind jetzt damit nicht gemeint, sollte dies mit dem Fahrrad tun. Und wer nicht selbst fahren möchte, für den gibt es seit geraumer die Zeit die Rikscha-Shuttles. Zudem gibt es in Münster aber auch unheimlich viel Ausleihmöglichkeiten und dabei spielt die Art des Rades keine Rolle, denn auch Lastenräder können ausgeliehen werden.

Mobilität verändert sich - auch touristisch

Die Mobilität ändert sich, gerade auch im ÖPNV, wie man am Beispiel von Münster sehen kann. Nachhaltige Lösungen für eine bessere Zukunft stehen hoch im Kurs, überall. Auch der Tourismus ist davon betroffen. Eine Studie des dwif brachte hervor, dass der Camping- und Wohnmobiltourismus ein starkes Wachstum verzeichnet. Annähernd 150 Millionen Übernachtungen und Tagesausflüge erzeugt der Campingtourismus mit fast 600.000 Standplätzen bundesweit.

Und dass man auch als Unternehmer heutzutage clever sein muss und Ideen haben sollte, zeigt das Beispiel eines Geschäftsmannes in Niedersachsen. Inspiriert durch den Camping-Trend der vergangenen beiden Jahre hat er kurzerhand sein Wohnmobil als Homeoffice umfunktioniert. Übrigens auch ein Trend für Start-ups. Wem also im Homeoffice in der Wohnung die Decke auf den Kopf fällt, kann von der Idee Gebrauch machen. Wohnmobile lassen sich perfekt online buchen und mieten.

Fahrrad touristisch attraktiv

Nicht nur der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) freut sich über steigende Zahlen, was die Fahrradnutzung angeht. Immer mehr Bundesländer, Landkreise, Regionen und Städte haben spezielle Internetseiten, um auf ihre ausgesuchten und attraktiven Fahrradtouren aufmerksam zu machen. Auch die Ferieninsel Sylt bewirbt auf diese Weise die schönsten Touren rund um und über die Insel. Und natürlich ist das Ziel Übernachtungsgäste zu bekommen. Wer übrigens plant nach Sylt zu reisen, möchte aber sein Rad nicht mitnehmen, der kann sich auf online Platformen Fahrräder leihen.

Der ADFC bietet auf seiner Vereinswebsite sehr viele Informationen zu Radtouren, geführten Radtouren und unterhält die Mitradelzentrale über die man sich mit gleichgesinnten zu gemeinsamen Touren verabreden kann. Ein zusätzliches Angebot sind sogenannte Qualitätsradrouten, die vom ADFC klassifiziert sind und ausgezeichnete Routen sind, damit man unterwegs keine üblen Überraschungen erlebt.

Und noch mal zurück nach Münster, wo es schon sehr lange Radstraße und sogar Fahrradparkhäuser gibt. Neben den zuvor erwähnten Rikscha-Shuttles werden nun auch Tretroller als Alternative zum Fahrrad immer beliebter. Ein weiteres Start-up hatte die Idee eines Tretroller-Verleihsystems und ist damit auch erfolgreich. Als einzige Stadt Deutschlands hat Münster eine Ausnahmeregelung, denn rein rechtlich gesehen sind Tretroller Spielzeuge und gehören nicht in den Straßenverkehr.

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