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Worauf muss ich im Alter achten?

Viele genießen ihren Lebensabend und versuchen sich im Alter noch fit zu halten. Dennoch sollte man sich über einige Dinge Gedanken machen, bevor man krank wird oder im schlimmsten Fall verstirbt. Welche Dinge man im Alter beachten sollte, zeigt nachfolgender Artikel.

Aschendorff Medien

Es passiert schnell, dass das teure Porzellan kaputtgeht – gut, wenn man eine Haftpflichtversicherung hat. Foto: congerdesign via pixabay.com

Welche Versicherungen benötige ich im Alter?

Steigt das Alter, steigen auch die möglichen Risiken. Während einige Versicherungen nicht mehr wichtig sind und gekündigt werden können, sind andere umso wichtiger.

Wer seine Hinterbliebenen später nicht mit hohen Bestattungskosten belasten möchte, sollte sich überlegen, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Diese kapitalbildende Versicherung dient dem Zweck, Angehörige nach dem Tod finanziell zu entlasten, was die Kosten für ein Begräbnis betrifft. Wer sich erst im hohen Alter dazu entschließt, eine solche Versicherung abzuschließen, sollte verschiedene Sterbeversicherungen vergleichen, denn manche Versicherungsgesellschaften zahlen nicht, wenn der Tod schon kurz nach dem Abschluss eintritt.

Eine weitere sinnvolle Versicherung im Alter ist eine erweiterte Pflegeversicherung. Die Pflegebedürftigkeit bringt ohnehin einige Sorgen mit sich. Reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung dann nicht aus, ist die Situation umso schwieriger. Um diese eventuelle finanzielle Lücke zu schließen, empfiehlt sich eine zusätzliche Pflegeversicherung.

Auch eine private Haftpflichtversicherung macht nach wie vor Sinn. Diese bietet einen Schutz, wenn man anderen Personen versehentlich einen Schaden zufügt oder einen Gegenstand beschädigt. Wie schnell ist es doch passiert, dass man das teure Porzellan der Nachbarin umstößt! Da ist es praktisch, gut versichert zu sein. Ansonsten wird es teuer. Auch als Fußgänger ist eine Privathaftpflichtversicherung wichtig. Unabsichtlich kann man als Fußgänger einen Unfall verursachen. Diese Unaufmerksamkeit, die zugegebenermaßen im Alter erhöht auftritt, wird auch durch die Versicherung abgedeckt. Jedoch sollte man die Versicherung noch einmal überprüfen. Ist vielleicht die Familie noch mitversichert? Sind die Kinder aus dem Haus, sollte man dies der Versicherung melden, um sich Geld bei der Versicherungsgebühr zu sparen.

Wer im Alter eine eigene Immobilie besetzt, benötigt auch eine Wohngebäudeversicherung. Diese ist sowohl für Haus- als auch für Wohnungseigentümer notwendig. Sie schützt vor Kosten, die dann entstehen, wenn beispielsweise Unwetter das Haus beschädigen. Um eine Unterversicherung zu verhindern, sollte der Versicherung jedoch jeden Umbau melden. Dies schließt ein, die Wohnung barrierefrei zu machen oder einen Wintergarten anzubauen.

Diese Versicherungen können Betagte kündigen

Zwar gibt es Versicherungen, die irgendwann auslaufen, andere laufen jedoch immer weiter, wenn man sie nicht selbst kündigt. Darunter können sich unter Umständen auch solche Versicherungen befinden, die man im hohen Alter gar nicht mehr benötigt. Trotzdem verursachen sie Kosten, was höchst ärgerlich ist.

Ein Beispiel dafür ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese und die Krankentagegeldversicherung können im Alter getrost gekündigt werden. Sie werden nicht mehr benötigt, weshalb man sich dieses Geld sparen kann. In der Regel reicht es aus, eine schriftliche Kündigung einzureichen oder eine E-Mail zu schicken. Wer eine Auslandsreiseversicherung abgeschlossen hat, aber aufgrund des Alters nicht mehr in der Lage ist, ins Ausland zu reisen, kann auch diese Versicherung kündigen. Möchte man jedoch noch etwas von der Welt sehen, sollte man die Versicherung unbedingt beibehalten: Sie sorgt dafür, dass die Behandlungskosten auch bei einer Erkrankung im Ausland getragen werden.

Wer noch mobil ist und mit dem Auto fährt, braucht seine Kfz-Versicherung noch. Hat man jedoch gar kein Fahrzeug mehr oder kann man altersbedingt nicht mehr fahren, so kann diese Versicherung ebenfalls gekündigt werden. Außerdem lässt sich etwas dabei sparen: Da sich der Beitrag dadurch berechnet, wie viele Kilometer man im Jahr fährt, sollte man der Versicherung unbedingt mitteilen, wenn man weniger unterwegs ist.

Testament schreiben und Nachlass regeln

Was zum Altwerden dazugehört, ist es, ein Testament aufzusetzen. Dies sollte man lieber früher als später machen, falls man unerwartet erkrankt oder einen Unfall hat. Falls noch nicht geschehen, lohnt sich der Gang zum Notar. Zwar kann man ein Testament auch einfach selbst schreiben, doch dieses ist viel flexibler als ein sogenanntes öffentliches Testament. Wurde es von einem Spezialisten verfasst, läuft man nicht Gefahr, dass später unklar ist, wer was erben wird. Das kann bereits einige Erbstreitigkeiten unter Hinterbliebenen verhindern.

Wer mit der gesetzlichen Erbfolge zufrieden ist, muss nicht zwingend ein Testament verfassen. Das Erbe geht dann automatisch an die Erbfolge über.

Fazit

Wer älter wird, sollte sich seine Versicherungen noch einmal genau durchlesen. Oftmals lässt sich etwas sparen, indem man in einen günstigeren Tarif wechselt oder eine unnötige Versicherung komplett kündigt.

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