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Sonderveröffentlichung

Wunschberuf Krankenschwester: Deine Karriere als Gesundheits- und Krankenpfleger*in

Der Beruf als Krankenschwester oder Pfleger ist bekanntermaßen anspruchsvoll, aber dennoch entlohnend. Wer sich für das Berufsfeld interessiert, erfährt hier, was er*sie wissen muss.

Aschendorff Medien

Foto: Pexels

Was macht eine Krankenschwester?

Krankenpfleger*innen arbeiten eng mit Ärzt*innen zusammen, um die Genesung und die Gesundheit von Patient*innen zu unterstützen. Ihre Aufgaben teilen sich grob in Begleitung, Kontrolle, Pflege und Dokumentation. Sie führen außerdem kleinere medizinische Behandlungen durch, wie das Setzen von Spritzen und Infusionen.

Begleitung

Krankenschwestern sind oft der erste Kontaktpunkt zwischen Patient*in und Ärzt*innen, Angehörigen und Ärzt*innen oder Angehörigen und Patient*in. Sie vermitteln und beraten vor, zwischen und nach Behandlungen. Sie sind auch diejenigen, die Patient*innen zu Behandlungen begleiten.

Kontrolle

Krankenpfleger*innen überprüfen regelmäßig den Zustand ihrer Patient*innen. Sie überwachen die Vitalzeichen und den physischen Zustand. Arbeiten sie dauerhaft mit einem*r Patient*in, schauen sie nach dem Schlaf und der Ernährung.

Pflege

Gesundheitspfleger*innen kümmern sich um das körperliche (und psychische) Wohlbefinden ihrer Patient*innen, indem sie sie körperlich pflegen. Sie helfen bei der Körperpflege und dem Essen, wechseln Klamotten und Bettwäsche.

Dokumentation

Krankenschwestern nehmen die Patient*innendaten auf und dokumentieren Änderungen und Behandlungen, die stattgefunden haben oder geplant sind.

Wie werde ich Krankenschwester?

Die Ausbildung zur Krankenschwester nennt sich heute Ausbildung zum*r examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger*in. Sie findet im Rahmen einer Berufsschule statt, die an ein Lehrkrankenhaus gegliedert ist. Sie besteht aus drei Jahren, darunter 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden Praxis.

Voraussetzung für die Ausbildung ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Den kann man auf verschiedenen Wegen erreichen, beispielsweise mit einem Abschluss nach der 10. Klasse einer Realschule oder einem Hauptschulabschluss mit darauffolgender Ausbildung zur Pflegehelferin (min. 1 Jahr) oder einer fachfremden Ausbildung (min. 2 Jahre). Zudem benötigt man die richtigen geistigen und körperlichen Voraussetzungen für einen belastenden Job wie die Pflege kranker Menschen. Dazu gehört Empathie und Durchhaltevermögen, aber auch körperliche Kraft.

Zu Beginn der Ausbildung verdient man rund 1.000 € brutto, das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 2.200 €. Hat man die Ausbildung mit dem Examen erfolgreich abgeschlossen kann man überall Krankenschwester Jobs finden, denn sie sind händeringend gesucht.

Alternativ kann man den Job sogar studieren. Das duale Pflegestudium enthält neben dem medizinischen Wissen auch Betriebswirtschaft. Damit ist man nach dem 4-jährigen Studium für Führungspositionen und administrative Arbeit geeignet.

Wer für die Ausbildung zur Krankenschwester nicht geeignet ist, kann nach einem Hauptschulabschluss Pflegeassistenz oder Krankenpflegehelfer*in lernen. Bei diesem Job unterstützt man später die Pfleger*innen, verdient aber auch weniger Geld.

Inhalte

In der regulären Ausbildung zum*r Krankenpfleger*in durchläuft man alle Krankenhausbereiche, darunter:

  • Ambulanz
  • Chirurgie
  • Entbindungs- und Neugeborenenpflege
  • Geriatrie
  • Gynäkologie
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pädiatrie
  • Psychiatrie

Nach dieser allgemeinen stationären Phase können die Lehrlinge sich auf Bereiche wie Chirurgie, Psychiatrie und Pädiatrie spezialisieren. Neben den fachbereichspezifischen Inhalten lernen sie:

  • allgemeine Wundversorgung
  • Körperpflege
  • Patient*innen-Lagerung
  • Verabreichung von Medikamenten

Wo können Pfleger*innen arbeiten?

Der Job als Krankenschwester ist nicht nur auf das Krankenhaus begrenzt. Wer aus körperlichen oder psychischen Gründen weg will von dem Schichtdienst der stationären Arbeit, hat viele Alternativen. Weiterbildungen ermöglichen es, in Führungspositionen und Administration zu wechseln. Fachweiterbildungen für Fachkrankenpfleger*innen im Operations- und Endoskopiedienst, für Dialyse oder Anästhesiepflege führen zu Arbeitsbereichen, die planbar sind oder in Praxen stattfinden.

Andere Möglichkeiten sind der berufliche Wechsel zum*r medizinischen Fachangestellten, betrieblichem Gesundheitsmanagement oder Ernährungsberatung. Auch Selbstständigkeit ist möglich. Dabei arbeitet man meist frei für ambulante Betreuungen oder Ähnliches und stellt den Klienten die getane Arbeit in Rechnung.

Fazit: Pro und Contra

Die Herausforderungen

Der Job von Gesundheits- und Krankenpfleger*innen ist oft knochenhart. Es ist potenziell eine hohe Belastung von Körper und Psyche. Vor allem die Körperpflege von Patient*innen ist mit physischer Anstrengung verbunden. Der Umgang mit Krankheit und Tod kann dafür auf die Psyche schlagen. Dazu kommt, dass die Arbeitsvoraussetzungen für die meisten Pflegekräfte nicht annähernd dem entsprechen, was sie verdienen würden, sowohl für ihren Aufwand als auch die Überbelastung, die oft von ihnen erwartet wird, da das Feld chronisch unterbesetzt ist.

Gut ist, dass daran gearbeitet wird. Der Fachkräftemangel und die Gründe dafür fallen auf, deshalb wird verstärkt versucht das Arbeitsfeld attraktiver zu gestalten. Erst 2020 gab es eine Reform des Pflegeberufgesetzes. Durch die Corona-Pandemie wurde ein Licht darauf geworfen, wie wichtig unsere Krankenschwestern sind und dass sie deshalb besser entlohnt werden sollten.

  • psychische Belastung (Nähe zu Krankheit & Tod, Burnout-Gefahr)
  • physische Belastung (körperliche Pflege)
  • Bezahlung & Belastung sind oft nicht ausgeglichen

Die Vorteile

Der Job als Krankenschwester ist nicht nur irgendein Job, den man zufällig macht. Wer den Weg einschlägt weiß, dass es ein Job mit Berufung ist. Pfleger*innen wollen Menschen helfen. Das ist eine erfüllende Aufgabe. Das spürt man durch die Dankbarkeit der Patient*innen. Man spürt, dass das was man tut, wichtig ist. Es ist ein Beruf für Menschen, die Wert auf den Kontakt mit anderen legen. Es gibt jeden Tag neue Fälle und Abwechslung und jede Menge Herausforderungen.

Der Job ist zudem stets gefragt. Wer Krankenschwester ist, hat keine Probleme, einen Platz zu finden. Dazu ist das Feld breit gestreut und man hat viele Möglichkeiten, sich umzuorientieren und weiterzuentwickeln.

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