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Wärmebildgerät vs. Nachtsichtgerät - Vor - und Nachteile für die Jagd

Nachtsicht- und Wärmebildgeräte haben unter Jägern in den vergangenen Jahren deutlich an Akzeptanz gewonnen. Denn die Wildschäden legen immer weiter zu, wodurch die Tiere deutlich schwieriger zu jagen sind.

Aschendorff Medien - Sonderveröffentlichung -

Foto: shutterstock

Aus diesem Grund verwenden viele Jäger mittlerweile selbst ein derartiges Gerät, zum Beispiel von PULSAR. Denn dieser Hersteller legt großen Wert auf eine hohe Qualität und neue PULSAR-Geräte überzeugen zudem durch eine einfache Bedienung und einen hohen Komfort.

So funktioniert die Wärmebildtechnik

Der Körper von Tieren strahlt wie sämtliche Körper und Objekte Wärme in Form von Lichtquellen aus, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Wärmebildgeräte besitzen einen Sensor, der die Infrarotstrahlen in ein sichtbares Bild umwandelt. Ein Wärmebildgerät visualisiert somit die Temperaturen, die von Körpern oder Objekten ausgehen. Aus diesem Grund benötigen diese kein Licht, um ein Bild zu erzeugen, welches jedoch nicht in den originalen Farben des jeweiligen Körpers oder Gegenstands dargestellt wird. Mit einer Wärmebildkamera durch feste Materie oder Glasscheiben hindurchzuschauen ist allerdings nicht möglich, da die Strahlen nicht durch diese hindurchkommen.

Foto: Shutterstock

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Wildtiere lassen sich schnell aufspüren
  • Wärmebildgeräte können sowohl bei Tag als auch bei Nacht verwendet werden
  • Wärmebildgeräte funktionieren ohne eine zusätzliche Lichtquelle
  • Wärmebildgeräte sind weitestgehend unabhängig von den Wetterbedingungen
  • Die Betriebsdauer hat keinen Einfluss auf die Haltbarkeit
  • Mit einem Wärmebildgerät ist die Jagd effektiver
  • Tiere werden von der Infrarotstrahlung nicht geblendet
  • Wärmebildgeräte haben ein geringes Gericht und eine hohe Reichweite
  • Wärmebildgeräte reflektieren nicht
  • Die Qualität der dargestellten Bilder ist äußerst hoch

Nachteile:

  • Hoher Energieverbrauch
  • Geringe Akkulaufzeit (zwischen 3 und 5 Stunden)
  • Entfernungen lassen sich nur schwer einschätzen, da es sich um zweidimensionale Bilder   handelt
  • Geweihe oder Hörner werden nicht dargestellt
  • Kein Plug and Play
  • Durch Scheiben kann nicht hindurchgeschaut werden
  • Warme Umgebungstemperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit verringern die Details
  • Gräser oder Zweige vor dem Wild werden mitunter nicht dargestellt

So funktioniert die Nachtsichttechnik

Nachtsichtgeräte nutzen in der Umgebung vorhandenes Restlicht, welches verstärkt wird, um ein klares Bild der Umgebung zu erzeugen. Nachtsichtgeräte bestehen aus der Elektronik, einem Objektiv, einem Okular und einer Photokathode. Anstelle von Umgebungslicht können alternativ auch zusätzliche Infrarotstrahler verwendet werden. Das umgewandelte Licht wird entweder in einem Grünton oder in Schwarz-Weiß durch das Okular dargestellt. Im Gegensatz zu Wärmebildgeräten, die auch bei völliger Dunkelheit funktionieren, benötigen Nachtsichtgeräte immer Restlicht aus der Umgebung oder eine künstliche Lichtquelle.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Sehr geringer Energieverbrauch
  • Hohe Akkulaufzeit (etwa 50 Stunden)
  • Reale, detailgetreue Bilder ohne Zeitverzögerung
  • Details werden in Grüntönen oder schwarz/weiß deutlich dargestellt
  • Geweihe oder Hörner werden angezeigt

Nachteile:

  • Mitunter sind Wildtiere schwer zu finden
  • Die Lebensdauer beträgt bedingt durch die Bauart zwischen 100 und 1000 Stunden
  • Nachtsichtgeräte sind Witterungsabhängig
  • Ohne vorhandenes Restlicht kann kein Licht umgewandelt bzw. verstärkt werden
  • Nachtsichtgeräte können nur bei Nacht verwendet werden

Beide Techniken ergänzen sich

Wenngleich es sich bei der Nachtsicht- und der Wärmebildtechnik um zwei völlig unterschiedliche Technologien handelt, können diese bei der Jagd ergänzend eingesetzt werden. So kann man in der Nacht zunächst ein Wärmebildgerät dazu nutzen, um sich die Wärme von Wildtieren anzeigen zu lassen, um sich diesen in der Folge möglichst leise und unbemerkt zu näher. Hierbei kommt dann das Nachtsichtgerät zum Einsatz, welches einem ein detailliertes Bild der Umgebung erzeugt. Auf diese Weise kann man mithilfe einer Wärmebildkamera zuerst herausfinden, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Anschließend nutzt man dann das Nachtsichtgerät, um sich in der Dunkelheit in die Richtung des zuvor angezeigten Wärmebildes zu orientieren. Und sollte man dabei einmal die Fährte verlieren, kann man sich mit dem Wärmebildgerät jederzeit einen Blick darüber verschaffen, in welcher Richtung sich das Wild befindet.

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