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Smart Homes

Smart Home Anwendungen stoßen bei den Deutschen auf ein vermehrtes Interesse. Viele Menschen entscheiden sich dafür, Haushaltsgeräte, Heizungen, Beleuchtung und andere Teile der Wohnung oder des Hauses als smarte Version zu kaufen. Sie erhoffen sich von der Gerätevernetzung unter anderem eine breitere Funktionalität und mehr Komfort im Alltag. Doch was versteht man eigentlich unter Smart Homes und wofür wird diese Technologie verwendet?

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Anwendungsbereiche von Smart Home Technik

Smart Home Systeme basieren auf der Fernsteuerung und Vernetzung von technischen Geräten im Haushalt. Für die Vernetzung des Systems stehen WLAN, Funk oder Bus zur Verfügung. Möchten Sie sich mit Technik für Ihr Zuhause ausrüsten, stehen Ihnen hierfür mehrere Anwendungsfelder zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür sind Heizsysteme, bei denen das Thermostat per App oder über ein digitales Display reguliert wird. Häufig ist auch eine Sprachsteuerung oder Bedienung per Fernbedienung möglich. Smarte Beleuchtungssysteme sind ebenso üblich. Bei diesen kann die Beleuchtung digital über eine Zeitschaltuhr gesteuert und weitere Merkmale wie Dämmung oder Helligkeit eingestellt werden, um beispielsweise bei Abwesenheit im Haus die Lichter ein- und auszuschalten. Ein weiterer Anwendungsbereich von Haustechnik betrifft Techniken zur Sicherheit und Prävention. Typischerweise zählen hierzu Alarmanlagen, biometrische Sicherung per Fingerabdruck oder Iris, Videoüberwachung und weitere Technologien. Darüber hinaus finden Vernetzungsprozesse auch im Bereich der Unterhaltungselektronik, etwa bei Fernsehern, Computern, Stereo-Anlagen statt. Letztlich sind auch Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen oder Ähnliches immer häufiger mit smarter Technologie ausgestattet. Diese ermöglicht Verbrauchern unter anderem die Fernsteuerung der Kaffeemaschine, um Heißgetränke aus der Ferne zuzubereiten.

Verbreitung und Nutzung

Wie verbreitet Smart Home Technologie in deutschen Haushalten ist, lassen Zahlen aus Umfragen und Verbrauchererhebungen erahnen. Gemäß einer repräsentativen Umfrage nutzten im Jahr 2020 über 37 Prozent der befragten Verbraucher Smart Home Technologie, circa die Hälfte wünscht sich weiterhin eine stärkere Vernetzung eigener Haushaltsgeräte. Am häufigsten verwenden Privatpersonen gemäß der Studie smarte Beleuchtung, Sicherheitstechnologien sowie smarte Heizkörper. Mit dem Kauf von Smart Home Anwendungen werden Hoffnungen wie das Absenken des eigenen Energieverbrauchs, vermehrter Komfort sowie Sicherheit verbunden. Demgegenüber gibt es auch Kritik und Bedenken gegenüber der Technologie, die sich um Fragen wie den eigenen Datenschutz oder Kosten-Nutzen-Effizienz drehen. Unterschiede in der Nutzung betreffen sowohl das Geschlecht als auch das Alter.

Sicherheit von Smart Homes

Viele smarte Systeme tauschen Daten über WLAN aus und laden diese zum Beispiel in eine Cloud hoch. Ein Beispiel sind intelligente Alarmanlagen oder Überwachungskameras, die den Anwender aus der Ferne benachrichtigen. Auch smarte Kühlschränke, die automatisiert Bestellungen über das Internet aufgeben, zählen hierzu. Grundsätzlich besteht bei einer Internetanbindung des Systems das Risiko eines Missbrauchs durch Dritte. Mögliche Hackerangriffe betreffen den Bereich der Sicherheitstechnik, aber auch das Versenden von Spam über das sogenannte Internet der Dinge. Um Angriffen entgegenzuwirken, sind zahlreiche Smart Homes daher mittlerweile verschlüsselt und benutzen unterschiedliche Sicherheitsstandards, um einen unbefugten Zugriff durch Dritte abzuwehren. Bei nicht mit dem Internet verbundenen Systemen fällt das Angriffspotenzial geringer aus. Verbraucher können das prinzipiell bestehende Angriffspotenzial verringern, indem sie neben regelmäßigen Sicherheitsupdates weitere Sicherheitsrouter installieren oder aber den Fernzugriff über das Internet einschränken.

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