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Sonderveröffentlichung

Die besten Ausflugsziele NRWs – hier braucht man Wanderschuhe!

Lockdowns, Ausgangssperren und Homeoffice: Momentan kommen viele Deutsche nur sehr wenig raus in die Natur. Dabei gibt es zahlreiche Ausflugsziele, die nur darauf warten von interessierten Ausflüglern erkundet zu werden. Wer aber trotz Pandemie die Möglichkeit hat in seiner Freizeit an den ein oder anderen Ort zu reisen, der sollte sich die folgenden Reiseziele in NRW auf keinen Fall entgehen lassen.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Das deutsche Umland hat für jeden etwas zum Bestaunen zu bieten: Mehr als ein Drittel des Landes stehen unter Schutz. In diesen Schutzgebieten finden sich neben riesigen Natur- und Nationalparks auch imposante Gebirge und strahlende Seelandschaften. Doch auch menschengemachte Sehenswürdigkeiten gibt es zuhauf. Viele Burgen, Schlösser und mittelalterliche Altstädte gehören zweifelsohne zu den historischen Höhepunkten Europas und sind oftmals auch UNESCO Weltkulturerbe. Und je nach Region lassen sich völlig unterschiedliche Landschaften und Bauwerke begutachten. Nordrheinwestfalen hat von allem etwas zu bieten.

220 Kilometer durch den Teutoburger Wald

Die Hermannshöhen gehören ohne Frage zu einem der schönsten und beeindruckendsten Wanderwege durch Deutschland. Sie bestehen aus dem Hermannsweg, welcher allein bereits 156 Kilometer lang ist und zahlreiche natürliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten beinhaltet und dem Eggeweg, welcher das Eggegebirge mit dem Sauerland verbindet. Zusammen sind die Hermannshöhen dadurch etwa 226 Kilometer lang. Abgesehen von der wunderschönen Natur des Teutoburger Waldes gibt es hier auch Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Iburg oder die Sparrenburg zu bewundern.

Der Höhepunkt des Wanderweges ist ohne Frage das 53 Meter hohe Hermannsdenkmal bei Detmold, welches 1875 erbaut wurde und an die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 nach Christus erinnert. Doch auch die weniger imposanten kulturellen Bauwerke, an denen die Hermannshöhen vorbeiführen, sind mehr als nur einen Blick wert. Insgesamt hat die Strecke sehr viel zu bieten und kann je nach Lust vollständig in einer Mehrtagestour oder nur teilweise in einer oder zwei Etappen absolviert werden.

Bei beiden Möglichkeiten sollten aber hochqualitative Wanderschuhe vorhanden sein. Wer sich nicht sicher ist, welche Wanderschuhe für eine solche Wandertour am besten geeignet sind, kann sich einen Online-Test anschauen, bei welchem die besten Modelle für Damen getestet wurden. Ähnliche Angebote gibt es auch für Herren. Denn für einen eher anspruchsvollen Höhenweg wie den Hermannsweg, welcher durch teils sehr unebenes Terrain geht, sollten in jedem Fall perfekte Wanderschuhe vorhanden sein, da der Ausflug ins Grüne sonst schnell zur Tortur wird.

Mit dem Rad am Fluss entlang

Lange Wandertouren durch teilweise holpriges Gelände: für manche ein Vergnügen, für andere eine Qual. Wer es etwas entspannter angehen möchte, aber trotzdem viel Natur sehen will, sollte sich vielleicht einmal nach Möglichkeiten für lange Radwege erkunden. Besonders schön sind die Strecken, die nicht nur viel Natur, sondern auch das ein oder andere historische Bauwerk beinhalten.

Der Erft-Radweg führt von der Quelle der rund 100 Kilometer langen Erft bei Nettersheim bis zur Mündung des Flusses in den Rhein bei Neuss. Die Strecke beginnt mit viel Wald und bleibt fast durchweg sehr flach und ohne größere Höhenunterschiede. Danach folgen mehrere beeindruckende historische Bauten, unter anderem die Burg Konradsheim, das Schloss Augustusburg und zahlreiche Wasserschlösser wie Schloss Paffendorf, Bedburg und Hülchrath. Auch für Liebhaber der Industrie ist mit dem Tagebau Garzweiler etwas dabei.

Die Route eignet sich perfekt für eine Radtour am Wochenende und beinhaltet zusätzlich zu den Sehenswürdigkeiten auch viel fahrradfreundliche Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Aufgrund der flachen Strecke ist sie auch für weniger sportliche oder ältere Menschen geeignet. Wer wandern zu anstrengend findet und sich lieber auf einem Zweirad durch die Landschaft tragen lässt, kann mit dem Erft-Radweg nichts falsch machen.

Klettern am Hochofen

Doch was ist mit Menschen, denen weder Radfahren noch Wandern aufregend genug ist? Nordrheinwestfalen hat auch extremere Ausflugsmöglichkeiten für Abenteuerlustige zu bieten. Einzigartig ist vor allem der Landschaftspark Duisburg-Nord, der auf einer Fläche von etwa 180 Hektar Industrie und Natur zu einem einzigartigen Spektakel vereint. Das Zentrum des Parks ist ein stillgelegtes Hüttenwerk, des einzelne Bereiche für alle möglichen Aktivität genutzt werden.

Ob Großevents in den ehemaligen Werkshallen, tauchen im Gasometer oder klettern an den Hochöfen und Erzlagerbunkern: Der Park hat für jeden etwas zu bieten. Auch an der Hohenzollernbrücke in Köln kommen Kletterer bei etwa 70 Routen auf ihre Kosten. Die Brücke ist dabei das einzige historische Baudenkmal Deutschlands an dem geklettert werden darf. Eine echt einzigartige Erfahrung also.

Wer lieber die Natur erkundet, kann sich zu den Bundsandsteinfelsen im Ruhrtal begeben, um beim Klettern Uhus, Mauereidechsen und Fledermäuse zu entdecken. Auch seltene Pflanzen und Moose lassen sich bei genauem Hinschauen finden. Der stillgelegte Steinbruch am Stadtrand von Wülfrath ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel bei vielen Kletterern. Am sogenannten „Bochumer Bruch“ lassen sich meterhohe Felswände erklimmen. Allerdings besteht die Gefahr für Steinschläge. Hier sind deshalb besonders erfahrene Kletterer gut aufgehoben.

Für jeden etwas dabei

Insgesamt gibt es in Nordrheinwestfalen für jeden Ausflügler etwas zu erleben. Ob zu Fuß durch den Teutoburger Wald, mit dem Rad an der Erft entlang oder mit dem Kletterhaken durch den Industriekomplex: Sowohl die Landschaft als auch die historischen Bauten sind fantastische Ausflugsziele für jeden, der draußen etwas erleben möchte. Und da in diesem Jahr der Sommer oder Winterurlaub aufgrund der zahlreichen Begrenzungen sowieso nur schwer zu planen und umzusetzen ist, ist ein Urlaub in der Region eine hervorragende Idee für manche Reisende.

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