1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Leben-und-erleben
  4. >
  5. Ratgeber
  6. >
  7. Wäsche richtig waschen und Energie sparen

  8. >
Sonderveröffentlichung

Wäsche richtig waschen und Energie sparen

Das Wäschewaschen ist eine so alltägliche Tätigkeit, dass sich viele Menschen kaum Gedanken darüber machen. Abgesehen von Be- und Entladen der Waschmaschine erledigt die Technik den größten Teil der Arbeit ohnehin allein, und in den meisten Fällen werden auch nur zwei oder drei von weitaus mehr verfügbaren Waschprogrammen genutzt. Doch je stärker die Energiepreise steigen und je häufiger über Möglichkeiten zum Energiesparen diskutiert wird, desto mehr rückt auch das Wäschewaschen in den Fokus. Schon durch die Beachtung einiger weniger Tipps lässt sich Energieverbrauch der Waschmaschine reduzieren, ohne dass es zu negativen Auswirkungen auf die Waschleistung kommt.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Möglichst keine Energie fürs Trocknen verschwenden

Viele Waschmaschinen sind heute mit einer Trocknerfunktion ausgestattet, und wo dies nicht der Fall ist, findet sich häufig ein separater Wäschetrockner im Haushalt. Hier lässt sich besonders gut Energie sparen, wenn auf das elektrische Wäschetrocknen komplett verzichtet wird. Sofern ein Garten oder ein Balkon vorhanden ist, empfiehlt es sich selbst an kühleren Tagen, die Wäsche lieber dort auf einem Wäscheständer als im Trockner zu trocknen. Das spart nicht nur Energie, sondern schont auch das Gewebe. Kissen, Bettdecken oder empfindlichere, hochwertige Kleidungsstücke wie ein Wollmantel, die ohnehin seltener gewaschen werden, profitieren sehr davon, wenn sie bei warmem Sommerwetter an der frischen Luft trocknen können. Wer sich fragt, mit welchen Maßnahmen sich der Energieverbrauch noch vor der Heizperiode verringern lässt, sollte auch solche vermeintlich unbedeutenden Maßnahmen im Blick behalten und nicht allein an das Heizsystem der Wohnung denken. Geht es um den Waschvorgang selbst, dann hat vor allem die gewählte Wassertemperatur einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch. Einer der bekanntesten und am einfachsten umzusetzenden Tipps zum Energiesparen ist das Verwenden der Öko-Funktion der Waschmaschine. Damit ist zwar meist eine etwas längere Laufzeit des Waschprogramms verbunden, aber der Energieverbrauch wird signifikant vermindert. Doch ganz gleich, welches Waschprogramm letztlich verwendet wird, die Temperatur sollte nur so hoch wie wirklich nötig eingestellt werden.

Wie warm muss das Wasser zum Wäschewaschen wirklich sein?

Die früher verbreitete Auffassung, nur mit möglichst heißem Waschwasser sei eine hygienische Reinigung der Wäsche möglich, ist heute längst überholt. Bei Verwendung moderner Niedrigtemperaturwaschmittel genügen heute in den meisten Fällen relativ niedrige Temperaturen zum Wäschewaschen. Auch diverse Waschzusätze und Spezialwaschmittel sind in den meisten Fällen entbehrlich. In der Praxis genügen zum Waschen meist 30 oder 40 Grad Celsius. Um die Bildung von Biofilmen und unangenehmen Gerüchen in der Waschmaschine zu vermeiden, sollte jedoch etwa alle zwei Wochen bis einmal monatlich bei 60 Grad gewaschen werden. Bei häufigem Waschen empfiehlt sich dies für etwa jede fünfte Wäsche. Eine Waschtemperatur von 90 Grad ist dagegen nur noch in seltenen Fällen notwendig und sinnvoll, etwa für Allergiker oder aus hygienischen Gründen bei Infektionskrankheiten. Allerdings setzt sie immer auch voraus, dass die zu waschenden Textilien diese hohe Temperatur überhaupt vertragen. Um beim Waschen ein optimales Verhältnis von Energieverbrauch und Waschleistung sicherzustellen, ist darüber hinaus auch die richtige Auslastung der Maschine wichtig. Bei einer nur halb gefüllten Maschine wird unnötig Energie verschwendet. Wird die Maschine dagegen stärker gefüllt als vorgesehen, kann dies die Waschleistung beeinträchtigen und schlimmstenfalls auch zu Schäden an der Maschine führen.

Startseite
ANZEIGE