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Dachgauben - welche Arten gibt es?

Eine Dachgaube ist ein zusätzlicher Aufbau auf einem geneigten Dach eines Gebäudes. Zweck einer solchen Dachgaube ist neben ästhetischen Erwägungen eine bessere Belüftung und Belichtung der darunter befindlichen Dachräume. Als zusätzlicher positiver Nebeneffekt entsteht durch eine Dachgaube mehr nutzbarer Raum unter dem Dach.

Foto: colourbox / #1369

Eine Gaube ist dabei immer auf dem Dach selbst angebracht und nicht mit den Mauern des Hauses verbunden. Doch welche Arten von Dachgauben gibt es überhaupt? Da dies nicht wenige sind, folgt hier eine kurze Auflistung der verbreitetsten Typen.

Ganz unterschiedliche Effekte je nach Typ der Dachgaube

Schleppgaube

Sie wird hier als erste genannt, weil sie am gebräuchlichsten und wohl auch am ältesten von allen Arten von Dachgauben ist. Dabei ist ein rechteckiges Fenster senkrecht aufstehend auf dem Hauptdach angebracht, welches selbst (also das Fenster) ein Dach mit geringer Neigung besitzt. Besonders bei steileren Dächern ist diese Bauweise einer Dachgaube populär, da am leichtesten anzubringen.

Flachdachgaube

Die Flachdachgaube besteht ebenfalls aus jenem senkrechten Fenster, auf dem sich anders als bei der Schleppgaube aber ein horizontales Dach befindet. Dessen Neigung ist meist kaum merklich im untersten Gradbereich angesiedelt. Großer Vorteil der Flachdachgaube: Sie vergrößert spürbar den nutzbaren Wohnraum. Mancher bemängelt allerdings ihren - im Vergleich zu anderen Gaubentypen - eher weniger ästhetischen, weil sehr funktionalen Anblick.

Satteldachgaube

Bei diesem Typ Gaube bringt man ein dreieckiges Dach auf dem Gaubenbereich samt Fensterfront an. Der First des kleinen Daches der Gaube verläuft dabei senkrecht zum First des Hauptdaches, was viele als elegant und stilvoll empfinden. Auch bei Verwendung einer Satteldachgaube wird der Wohnraum deutlich vergrößert.

Auch die Form der Fenster kann stark variieren

Dreiecksgaube

Diese Gaube besteht einzig aus einem dreieckigen Dach. Weniger Licht als bei den übrigen Arten von Gauen fällt ein und meist ist ihr Nutzwert nicht allzu groß, weshalb sie zumindest in Mitteleuropa seltener anzutreffen ist. Das ästhetische Plus für das Gebäude bleibt aber - je nach Geschmack - auch mit einer Dreiecksgaube erhalten.

Walmdachgaube

Im Prinzip ist eine Walmdachgaube eine Abwandlung der Satteldachgaube. Bei der Walmdachgaube ist allerdings deren Dach zusätzlich noch nach vorne abgeschrägt. Dies erhöht den ästhetischen Mehrwert, verändert den zusätzlichen Nutzen jedoch nicht.

Trapezgaube

Bei einer Trapezgaube wird das Dach zum Fenster der Gaube hin schmaler. So entsteht eine Trapezform, die die Häuserfront optisch stark erweitert. In der Regel verwendet man für das Dach einer Trapezgaube dasselbe Material wie für das eigentliche Dach, sodass dieses optisch noch mächtiger wirkt. Weiteres großes Plus: Mit dieser Bauart wird besonders viel zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Fledermausgaube (auch Ochsenauge genannt)

Hierbei wird das Gaubenfenster unter einem sinusartig geschwungenen Bogen eingefasst. Sie verfügen anders als die bisher genannten Bauweisen über kein eigenes, zusätzliches Dach. Das sorgt für eine besonders harmonische Wirkung der Fledermausgaube. Dafür ist sie aber auch deutlich aufwändiger einzubauen.

Rundgaube

Eine Rundgaube besteht aus einem halbrunden Fenster, das sowohl ästhetisch gefällt als auch für die gewünschte zusätzliche Belichtung sorgt. Meist wird das Fenster mit Blech eingefasst, das ebenso rund gebogen ist wie das Fenster.

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