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Tückischer Ruhemodus

Energiespartipp: Elektrogeräte ganz ausschalten

Berlin (dpa/tmn)

Es ist nur ein kleiner Handgriff, aber viele von uns machen ihn nicht immer: Elektrogeräte wie Fernseher oder Computer ganz ausschalten und nicht im Stand-by-Modus zu belassen. Aber das lohnt sich.

Von dpa

Eine Steckerleiste mit Schalter hilft beim Energiesparen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Eigentlich fällt es direkt ins Auge: Leuchtet am Fernseher oder Computer noch ein kleines Lämpchen, obwohl sie ausgeschaltet wurden, dann sind sie weiterhin an.

Die Geräte stehen im Stand-by oder sind im Ruhemodus - und das bedeutet, sie verbrauchen Strom. Bis zu 60 Euro im Jahr verliert man dadurch, so die Kampagne «80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel» der Bundesregierung.

Ein Energiespartipp fürs zu Hause lautet daher: Elektrogeräte ganz ausschalten. Am besten hängen sie gar nicht mehr am Stromnetz. Praktisch sind hier Steckdosenleisten mit einem Schalter, womit man über Nacht mehrere Geräte schnell vom Netz nehmen kann.

EU-Regelung für Stand-by betrifft nicht alle Geräte

Zwar haben vor allem ältere Geräte einen möglicherweise hohen Stand-by-Verbrauch. Neuere Geräte dürfen laut EU-Vorgabe nur noch eine maximale Leistungsaufnahme von 0,5 Watt haben, so die Verbraucherzentralen. Aber: Die Vorgabe gilt nicht für Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden sind, also etwa Smart-TV und Spielekonsolen. Man sollte daher vor allem ihre Stecker ziehen.

Übrigens: Denken Sie hier auch an Geräte, die man nicht immer im Blick hat, etwa den hinter einem Schrank versteckten WLAN-Router. Manche Geräte lassen sich nachts mit einer Zeitschaltuhr deaktivieren. Das macht weitere 12 Euro pro Jahr.

Trügerischer Bildschirmschoner

Und wer den Computer in den Ruhezustand versetzt, statt nur den Bildschirmschoner während einer Arbeits- oder Spielpause zu aktivieren, spart weitere 17 Euro pro Jahr bei zwei Stunden PC-Pause pro Tag. Denn was viele nicht wissen dürften: Der Bildschirmschoner ist keine Energiesparmaßnahme. Der Monitor und die Grafikkarte verbrauchen laut der Verbraucherzentralen gerade bei bunten bewegten Bildern sogar mehr Strom.

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