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Sonderveröffentlichung

Was ist beim Kauf einer Klimaanlage zu beachten?

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von Aschendorff Medien

Foto: unsplash.com

Was ist beim Kauf einer Klimaanlage zu beachten?

Früher einmal hieß es Klimaanlagen lohnen sich in Deutschland nicht, da wir zu wenige Tage mit extremer Hitze haben. Durch die Auswirkungen der Klimakrise ändert sich dieser Fakt. Da unsere Infrastruktur und Architektur nicht im Hinblick auf heutige Temperaturen entwickelt wurden, spüren wir die steigenden Gradzahlen in unserem Wohnraum schnell.

Eine Lösung für mehr Komfort und Gesundheit sind Klimaanlagen. Was müssen wir beachten, wenn wir über den Kauf eines Klimageräts nachdenken?

Klimaanlagen – Mehr als nur Luxus

Während Klimaanlagen in anderen Ländern in Privatwohnraum zu finden sind, kennen wir die Geräte in Deutschland vor allem in öffentlichen Gebäuden. Für den Gebrauch zu Hause erscheinen die Geräte für viele Menschen als überflüssiger Luxus.

Dabei basiert diese Meinung auf dem Wetter, das wir traditionell gewohnt sind, und weniger auf den akuten Veränderungen, die wir durch die Klimakrise erleben.

Auch wenn die Temperaturen nicht immer extrem erscheinen, haben wir hier das Problem, dass unsere Infrastruktur und Architektur nicht für warmes Klima entwickelt wurden.

Wenn wir in die Vergangenheit schauen, wurden die meisten Gebäude in Deutschland eher mit der Absicht gebaut, Wärme zu speichern. Diesen Faktor bekommen wir heute stark zu spüren.

Insbesondere in Städten merken wir schnell, was ein paar Grad Temperaturunterschied ausmachen, wenn der Sommer kommt. Die vielen asphaltierten Flächen sorgen dafür, dass die Hitze gespeichert wird und auch über Nacht keine Erlösung kommt.

Hitze in der Stadt – Beispiel Wuppertal

Wuppertal hat eine Datengrundlage für ihre Bemühungen zum Klimaschutz gesammelt. Das Ergebnis:

➔   Vor 2018 gab es in Wuppertal im Sommer durchschnittlich 37 Sonnentage mit rund 8 Tagen über 30 °C.

➔   Heute erreichen wir rund 91 Tage mit Sonnenschein und bis zu 19 Tage mit 30+ °C.

Das sind die Spuren des Klimawandels, die wir live erleben. Damit trifft auch die Empfehlung von Experten immer mehr zu, nach der sich eine Klimaanlage bei rund 20 Tagen mit Extremtemperaturen im Jahr lohnt.

➔   Wer bei der Hitze Erlösung sucht, findet in Wuppertal durch Fachanbieter nachhaltige Klimalösungen, hier

Klimaanlagen für den Privatgebrauch – Was spricht dafür?

Es gibt einen guten Grund, warum wir Klimaanlagen hier vor allem in öffentlichen Gebäuden und an Arbeitsplätzen finden. Im Sinne des Gesundheitsschutzes müssen gewisse Umweltbedingungen am Arbeitsplatz eingehalten werden. Dazu gehört auch die Klimatisierung in Innenräumen.

➔   Wenn die Lufttemperatur in Arbeitsräumen 30 °C übersteigt, ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastungen der Beschäftigten zu reduzieren.

Das zeigt deutlich, dass Hitze arbeitsrechtlich als ernsthafte Gefährdung eines Menschen gesehen wird. Die gleiche Fürsorgepflicht sollten wir auch privat umsetzen, um die gesundheitliche Belastung durch die hohen Temperaturen zu reduzieren. Mit ihr gehen viele Probleme einher, die in den letzten drei Jahren zu über 20.000 Hitzetoten geführt haben.

Dazu gehören nicht nur akute gesundheitliche Probleme, wie Benommenheit und Kopfschmerzen, sondern auch ein grundsätzlich erhöhter Stresslevel, der sich auf den Rest unserer Gesundheit auswirkt.

Die Anstrengung unseres Körpers, Schlafprobleme und Konzentrationsmangel potenzieren sich und führen zu einer hohen Belastung unseres Herz-Kreislauf-Systems und unserer Psyche.

Klimaanlagen als Lösung für gesundheitliche Hitzebeschwerden

Eine Klimaanlage kann dabei Abhilfe schaffen. Durch die Geräte können wir die Innenräume unserer Wohnung temperieren, um unseren Körper uns Geist zu schonen. So können wir konzentrierter arbeiten und besser schlafen, was sich rundum positiv auf unser Befinden auswirkt.

Klimaanlage kaufen – Was ist wichtig?

Klimaanlagen sind keine günstige Anschaffung. Aufgrund der Hitzewellen werden sie aber zunehmend zur Notwendigkeit. Damit wir dabei Kosten sparen und die Umwelt nicht zusätzlich belasten, sollte man bei der Auswahl der Klimaanlage mehrere Dinge beachten:

Split-Klimaanlagen vs. Monoblock-Geräte

Es gibt verschiedene Arten an Klimaanlage. Wer die Möglichkeit hat, und in die Wände seines Wohnraums eingreifen kann, sollte dabei immer eine Split-Anlage bevorzugen.

●     Die Split-Klimaanlage ist die klassische Anlage, die einen Kompressor an der Außenwand über einen Kühlkreislauf mit dem Belüftungselement im Innenraum verbindet. So ziehen wir frische Luft aus dem Außenbereich und können die verbrauchte, warme Luft aus dem Innenraum dorthin ableiten.

●     Die Alternative, mobile Monoblock-Anlagen, hat mehrere Nachteile, die zu einer weniger effizienten Kühlleistung führen, wie ihre starke Eigenwärme und mangelnde Isolierung des Wohnraums.

Die Split-Klimaanlage ist zwar kostspieliger in der Anschaffung, dafür hat sie eine stärkere Kühlleistung und ist energieeffizienter.

Auf Dauer können wir die Kosten der Anlage so im Gebrauch wiedergutmachen. Zeitgleich sind die Split-Anlagen in der Daueranwendung weniger belastend für die Umwelt, da sie weniger Energie verbrauchen.

Multifunktionale Geräte

Ein weiterer Vorteil von Split-Anlagen ist, dass sie mehr leisten können als den Raum zu kühlen:

●     Sie nutzen Filter, um Staub und Pollen aus der Luft zu entfernen, und können die Feuchte der Luft anpassen, um ein rundum gutes Raumklima zu erzeugen.

●     Moderne Geräte mit Wärmepumpe können ihren Kühlkreislauf umkehren und im Winter dazu genutzt werden, Räume zu heizen.

Die passende Anlage für den individuellen Gebrauch

Wie sehr sich die Klimaanlage lohnt, hängt von dem spezifischen Modell ab, das wir auswählen, und dem Raum, der damit gekühlt werden soll.

➔   Split-Geräte gibt es als Multi-Split-Klimaanlage. Bei diesen wird der Kompressor mit mehreren Innengeräten verbunden, um mehrere Räume über die gleiche Anlage temperieren zu können.

➔   Klimaanlagen mit Inverter-Technologie messen dauerhaft die Raumwärme und passen ihre Leistung dementsprechend an, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Sie sind besonders komfortabel und energieeffizient.

➔   Die Kühlleistung bestimmt, wie kosten- und energieeffizient eine Klimaanlage ist. Wie viel Kühlleistung eine Klimaanlage braucht, hängt von der Raumgröße und seinen Eigenschaften ab. Hohe Decken und viele Fenster machen eine leistungsstärkere Klimaanlage notwendig.

Ein grober Richtwert ist:

pro m2 je 60 bis 100 Watt Leistung

Indem wir genau die passende Anlage für unseren Gebrauch auswählen, sparen wir am meisten Geld und können von der energieeffizientesten und nachhaltigsten Variante profitieren.

Fazit

Klimaanlagen werden auch für Privatpersonen in Deutschland immer notwendiger. Wer seine Gesundheit schonen und den Komfort im Sommer erhöhen möchte, sollte in eine Split-Klimaanlage investieren. Sie gibt uns die größte Funktionsvielfalt, die beste Effizienz, den niedrigsten Stromverbrauch und damit eine weniger hohe Umweltbelastung als andere Modelle.

Dabei sollte man die Auswahl der spezifischen Anlage unbedingt an die individuellen Gegebenheiten des eigenen Wohnraums anpassen, um am meisten zu sparen. Beratungen von Fachpersonal helfen bei der Orientierung.

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