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Beisetzung

Tränen zum Abschied von Christiane Hörbiger

Wien (dpa)

In Wien wird Christiane Hörbiger die letzte Ehre erwiesen. Ihr Lebenswerk umfasst rund 130 TV- und Kinoproduktionen. Trotz des traurigen Anlasses wurde «Happy Birthday» gesungen.

Von dpa

Der Sarg von Christiane Hörbiger ist in einer Kirche auf dem Wiener Zentralfriedhof aufgebahrt ist. Die Schauspielerin starb am 30. November im Alter von 84 Jahren. Foto: Florian Wieser/APA/dpa

Voll Trauer und mit einer Portion Lebensfreude haben sich Verwandte, Freunde und Fans auf dem Wiener Zentralfriedhof von der Schauspielerin Christiane Hörbiger verabschiedet. «Christiane Hörbiger war, das steht für mich und für ganz viele außer Zweifel, eine Grande Dame», sagte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler am Samstag in ihrer Rede. Bei der Trauerfeier für den im Alter von 84 Jahren gestorbenen österreichischen TV- und Filmstar waren unter anderem Hörbigers Sohn, der Regisseur Sascha Bigler (54), mit seiner Familie anwesend.

Der 18. Geburtstag von Hörbigers Enkelsohn Luca, der mit dem Begräbnis zusammenfiel, wurde von der Trauergemeinde mit einem lautstarken «Happy Birthday» besungen. Für die Beisetzung stellte die Stadt Wien ein Ehrengrab zur Verfügung.

Christiane Hörbiger starb am 30. November in ihrer Heimatstadt Wien. Ihr Lebenswerk umfasst rund 130 TV- und Kinoproduktionen, darunter der Oscar-nominierte Film «Schtonk!» mit Götz George und die Serie «Julia - Eine ungewöhnliche Frau».

Kaup-Hasler würdigte Hörbiger als Schauspielerin, die ihr Publikum durch ihr würdevolles und unnahbares Auftreten faszinierte, hinter dem sich Schärfe und Feuer verbargen. Der deutsche Produzent Markus Trebitsch erinnerte daran, dass Hörbiger aus einer berühmten Schauspielerdynastie stammte, und deswegen immer Haltung und Disziplin wahren musste. «Schwächen und Zweifel waren nicht erlaubt», sagte er in seiner Rede. «Ich bin tief traurig über Dein viel zu frühes Ableben», sagte Trebitsch unter Tränen. Danach ertönte das bekannte Wienerlied «Wenn der Herrgott net will», das Hörbigers Vater Paul Hörbiger einst in einem Heimatfilm sang.

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