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Telekommunikation

Deutsche Glasfaser: Netzstörungen im Westmünsterland behoben

Münsterland

2500 Haushalte sind von einer längeren Störung im Netz der Deutschen Glasfaser betroffen gewesen. Sie konnten weder Internet noch ihr Festnetztelefon nutzen. Betroffen waren Bösensell, aber auch Bereiche von Nottuln und Havixbeck.

Von Thomas Fromme

Dem Telekommunikationsanbieter Deutsche Glasfaser wurden am Dienstag (10.5.) Störungen gemeldet, nachdem Kabel bei Straßenbauarbeiten beschädigt worden waren. Foto: Thomas Fromme

Die Reparatur eines bei Bauarbeiten beschädigten Kabels war aufwendiger als gedacht. Seit Donnerstagnacht sind Angaben der Deutschen Glasfaser zufolge aber alle Kunden wieder online.

Störungen dauerten an

Festnetztelefone seit Stunden stumm, das Internet: ausgefallen. Auch mobil waren große Datenmengen in den meisten Netzen kaum zu empfangen. Vor diesen Problemen standen bis zum Mittwochabend 2500 Haushalte, die Kunden der Deutschen Glasfaser sind. Betroffen von der bereits seit Dienstagmittag andauernden großen Netzstörung: insbesondere Bösensell sowie Teile von Nottuln und Havixbeck.

Wie der Telekommunikationsanbieter auf Anfrage mitteilte, wurde die Störung durch Bauarbeiten an der Bahnbrücke unweit des Gewerbegebiets Südfeld (Baumeisterweg) ausgelöst. „Beim Einbau einer neuen Leitplanke ist eine Leitung beschädigt worden“, berichtet Dominik Beyer, Sprecher der Deutschen Glasfaser. Seit Dienstagnachmittag liefen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Vier Firmen, darunter die Deutsche Glasfaser selbst, waren mit etwa einem Dutzend Mitarbeitern fast nonstop im Einsatz, mussten aber gegen 1.30 Uhr ihre Arbeit bis zum Morgen unterbrechen, weil es eine Beschwerde wegen des Lärms gibt. Nach dem Wirkungstreffer an der wichtigen Glasfaser-Leitung galt es, den Bereich einzugrenzen und herauszufinden, welches von mehreren Kabeln in dem Bündel betroffen war. Dieses eine Kabel, das aus 60 hauchdünnen Glasfasern mit hoher Leitfähigkeit besteht, musste dann mühevoll repariert werden. Die jeweils passenden Gegenstücke müssen wieder miteinander verbunden werden – "spleißen" nennen das die Fachleute.

Auch Unternehmen sind betroffen

Befestigungspfosten für Leitplanken werden mehr als einen halben Meter tief in der Erde befestigt, damit sie bei Unfällen Schutz bieten. Betroffen von dem Netzausfall sind neben Privathaushalten auch Unternehmen. Handy-Telefonate sind in den meisten Fällen immerhin möglich.

Einige Firmen schickten Beschäftigte ins Homeoffice, weil sie daheim Empfang haben. Manche Firmen waren weiterhin im Festnetz erreichbar, weil sie einen zweiten Telekommunikationsanbieter als Backup haben.

Die Reparaturarbeiten. Foto: Thomas Fromme

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