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TÜV kann Welle nicht abarbeiten

Fahrschüler stecken im Prüfstau fest

Münster/Hörstel

Zum Geburtstag erst mal eine Spritztour mit dem Auto von Mama und Papa? Nächste Woche mit dem Auto in die ersten Ferien? Vergesst es. Termine für Fahrschulprüfungen sind so häufig wie Einsamkeit auf der Autobahn.

Von Stefan Werding

Fahrschüler müssen damit rechnen, dass es bis zur Prüfung doppelt so lange dauert wie üblich. Foto: dpa

Der TÜV schiebt eine Welle von nicht gemachten Führerscheinprüfungen vor sich her. In den Kreisen Steinfurt, Coesfeld, Warendorf sowie den Städten Münster, Hamm und Unna seien seit November allein 3400 Prüfungen nicht abgenommen worden, weil die Prüferinnen und Prüfer dort wegen der Maskenpflicht mehr Pausen machen mussten. So könnten sie nur acht statt neun Prüfungen pro Tag abnehmen. Klingt wenig, hat aber nach den Worten von Markus Stroot, Leiter der Region Westfalen beim TÜV, erheblichen Anteil an dem Stau. Abgesehen davon seien 22 Prüfer in Quarantäne gelandet, weil Schüler oder Lehrer positiv getestet worden sind, zwei von ihnen zwei Mal, einer sogar drei Mal. „Das schmeißt uns nach hinten“, sagt Stroot. Pro Tag seien 30 Prüfer im Einsatz. „Wir können die Welle nicht abarbeiten,“ sagt er. Nach den Worten eines TÜV-Sprechers würden Mitarbeiter deswegen auch samstags prüfen und Urlaube verschieben.

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