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Verkehrsbehinderungen

Schnee und Glätte führen zu vielen Unfällen im Münsterland

Münsterland

Einige Zentimeter Schnee sorgten am Donnerstagmorgen für Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr. Im Münsterland kam es vermehrt zu Unfällen – die Lage im Überblick.

Von Mirko Ludwig und lnw

Im Münsterland führten Schnee und Glätte zu zahlreichen Unfällen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Nachdem es in der Region geschneit hat, wurden aus verschiedenen Bereichen am Donnerstagmorgen witterungsbedingte Unfälle gemeldet. Besonders betroffen waren die Kreise Coesfeld und Warendorf.

Wie ein Sprecher der Kreispolizei Coesfeld berichtet, wurden im Zuständigkeitsgebiet rund 30 Unfälle gemeldet. Schwerpunktmäßig krachte es vor allem im Bereich des  Nordkreises (Havixbeck, Nottuln und Billerbeck) bis Lüdinghausen. Es blieb bei Sachschäden. Verschont blieben hingegen die Verkehrsteilnehmer rund um die Orte Nordkirchen, Ascheberg und Olfen. 

25 Unfälle im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf wurde die Polizei-Leitstelle am Donnerstagmorgen ab 6.43 Uhr über Unfälle informiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte es nach Angaben der Polizei auf der B 58 in Drensteinfurt einen witterungsbedingten Verkehrsunfall gegeben. Danach meldeten weitere Verkehrsteilnehmer Kollisionen.

In Beckum kamen etwa zwei Lkw um 9.50 Uhr durch die Schneeglätte ins Rutschen und stellen sich in den Auffahrten zur B 58 quer. Gegen 10 Uhr entspannte sich die Lage wieder. Insgesamt wurden bis dahin rund 25 Unfälle wegen Straßenglätte im südlichen Bereich des Kreises gemeldet. Bei allen Vorfällen kamen keine Personen zu Schaden. In Telgte gab es derweil durch den Schneefall keine Probleme auf den Straßen.

Mehrere Verletzte auf winterglatten Straßen

Am Donnerstagmorgen kamen sich auf der Bundesstraße 70 im Kreis Borken zwei Autofahrer im Begegnungsverkehr so nahe, dass die Fahrzeuge schließlich zusammenstießen. Die Fahrer, ein 55-jähriger Borkener sowie ein 71 Jahre alter Rekener, begaben sich leichtverletzt selbstständig in ärztliche Behandlung, wie die Polizei berichtet.

In den Abendstunden krachte es außerdem in Vreden, Reken sowie in Gescher auf winterglatten Straßen.

In Reken brachten Rettungskräfte eine 21-Jährige schwerverletzt in ein Krankenhaus. Die Rekenerin hatte auf der Kreisstraße 48 die Kontrolle über ihr Auto verloren und war auf einem angrenzenden Acker gelandet.

Zwei Radfahrerinnen in Vreden stürzten auf der Kreuzung Mühlenstraße/Windmühlentor, als sie mit ihren Fahrrädern abbiegen wollten. Mit dem Krankenwagen ging es für die 58 sowie 55 Jahre alten Vredenerinnen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

In Gescher stürzte eine 52-jährige Radfahrerin bei dem Versuch, aus einem Kreisverkehr am Borkener Damm in den Westfalenring abzubiegen. Auch hier war der Rettungsdienst gefordert. Die Gescheranerin musste stationär im Krankenhaus bleiben. 

Keine Unfälle wurden am Donnerstagmorgen aus dem Stadtgebiet Münster gemeldet. Im Kreis Steinfurt gab es einen glättebedingten Unfall einer Radfahrerin, außerdem landete ein Auto im Straßengraben.

250 Kilometer Stau in NRW

Auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens sorgte der Schnee am Donnerstagmorgen für Verkehrsbehinderungen. Laut dem WDR-Verkehrsstudio gab es auf den Autobahnen im Land bis zu 250 Kilometer Stau. In Wuppertal wurde der Busverkehr komplett eingestellt, auch in anderen Städten fuhr der ÖPNV nur eingeschränkt. In Herdecke an der Ruhr kam ein mit 14 Schülern besetzter Bus ins Rutschen und prallte schließlich in einen Ampelmast. Ein Auto konnte nicht mehr bremsen und fuhr hinten in den Bus. Die Jugendlichen seien alle unverletzt geblieben, der 61-jährige Busfahrer erlitt leichte Verletzungen, teilte die Polizei mit. Im Sauerland und im Bergischen Land hatten Lastwagen Probleme an den Steigungen. Besonders betroffen war ein Streifen von Bergisch Gladbach über Wuppertal und Essen bis ins nördliche Ruhrgebiet.

Auch in den kommenden Tagen rechnet der Deutsche Wetterdienst mit kaltem Winterwetter und Glättegefahr. In der Nacht auf Freitag könnte es insbesondere im Süden des Landes einzelne Schneeschauer geben. Auf einigen Strecken müssten Autofahrer mit gefrierender Nässe rechnen.

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