1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. 30 Blockheizkraftwerke für ein neues Fernwärmenetz

  8. >

Energie-Projekt

30 Blockheizkraftwerke für ein neues Fernwärmenetz

Greven

Markus Holtmann plant mit einer regionalen Investorengemeinschaft die Errichtung kleiner Blockheizkraftwerke in Greven, die perspektivisch bis zu 3000 Haushalte versorgen sollen. Enttäuscht zeigt sich Holtmann über mangelndes Interesse seitens der Stadt.

Fernwärme mit Blockheizkraftwerken. Foto: bri

Markus Holtmann zeigt ein wirkliches Interesse an Natur-, Klimaschutz und der Verwendung natürlicher Ressourcen. Zusammen mit einer regionalen Investorengemeinschaft plant er die Errichtung kleiner Blockheizkraftwerke in Greven, die sowohl Strom erzeugen als auch perspektivisch bis zu 3000 Haushalte mit Fernwärme versorgen sollen. Diese Energie- und Wärmeerzeuger ließen sich ausgezeichnet mit Holzabfällen und nachwachsenden natürlichen Stoffen aus der Region betreiben. Zudem würde es zahlreichen heimischen Betrieben erleichtern, ihre naturbelassenen Abfallprodukte einer nachhaltigen und klimaschonenden Verwendung zuzuführen, erklärte der Tischler bei einem Besuch des Heimatvereins.

Projekt könnte bis 2026 umgesetzt werden

Starten könnte dieses Vorhaben bereits im kommenden Jahr und bis 2026 vollumfänglich abgeschlossen werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Heimatvereins. Damit hätte Greven nebenbei die Chance, seine Vorgaben zur Klimaneutralität, die es bis 2030 nachweisen muss, doch noch zu erreichen. Holtmann plant Schulen, Krankenhaus, Kirchen aber auch viele Einzelhaushalte an sein neues Fernwärmenetz anzuschließen. Für die Einzelhaushalte wäre das sogar sehr einfach. Sie erhielten ohne Eigenkosten einen Wärmetauscher, zudem würden ihnen für zehn Jahre feste Energiekosten garantiert. Vor dem Hintergrund der Energieversorgungsprobleme mit Öl und Gas eine wirklich interessante Entwicklung, wie viele der Gäste überzeugt waren.

Stadt scheint kein Interesse zu haben

Enttäuscht zeigte sich Holtmann über mangelndes Interesse seitens der städtischen Wirtschaftsförderung und der Stadtwerke. Diese hätten, ohne sich informieren zu lassen, das Projekt bislang pauschal zurückgewiesen. Holtmann: „Ich würde mich freuen, wenn es dort wenigsten die Bereitschaft gäbe, die Chancen dieses Projekts für die Stadt einmal wirklich unabhängig zu prüfen“. Im Gegensatz zu manchen hier Verantwortlichen gebe es seitens führender Vertreter und Verantwortlicher für die Energie-Effizienz beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie großes Interesse an dem Vorhaben.

Startseite
ANZEIGE