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Fiege unterstützt den Fahrdienst zum Impfzentrum des Kreises Steinfurt

90 Freiwillige setzen sich hinters Steuer

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Für viele impfbereite Senioren ist der Weg zum FMO schwierig. Mitarbeiter von Fiege haben sich bereit erklärt, den Fahrer zu spielen.

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Fiege-Mitarbeiter unterstützen den Fahrdienst zum FMO. Foto: Fiege

Die Einrichtung am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO), die nur einen Steinwurf von der Zentrale des Logistikdienstleisters entfernt liegt, hat Anfang der Woche ihre Türen geöffnet. Viele der zunächst rund 27 000 impfberechtigten Personen können das Impfzentrum allerdings nicht selbstständig erreichen. Im Rahmen einer betrieblichen Freiwilligenaktion sind deshalb Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fiege mit Firmenfahrzeugen im Fahrdienst unterwegs.

Firmenfahrzeuge

„Viele der im Kreis Steinfurt impfberechtigen Personen über 80 Jahren sind nur eingeschränkt mobil und deshalb auf Hilfestellung angewiesen“, sagt Jens Fiege, Vorstandsvorsitzender der Fiege Gruppe,

Deshalb unterstützen rund 90 Freiwillige zurzeit den Fahrdienst zum FMO: Von montags bis freitags und bei Bedarf auch am Wochenende sind die Mitarbeitenden in Firmenfahrzeugen unterwegs, holen die Personen rechtzeitig zuhause ab und bringen sie im Anschluss sicher wieder zurück. Für Jens Fiege eine Selbstverständlichkeit: „Unser Familienunternehmen ist seit vielen Jahren tief in der Region verwurzelt, deshalb möchten wir den hier lebenden Menschen etwas zurückgeben. Wir sind froh, dass wir unsere Ressourcen bei der Pandemiebekämpfung in unserer Heimat einbringen können.“

Die Resonanz im Unternehmen ist groß: „Bereichsübergreifend haben sich Kolleginnen und Kollegen verschiedener Karrierestufen bereit erklärt – von der Auszubildenden bis zum Vorstandsmitglied“, so Fiege.

Die aktuellen Witterungsbedingungen erschwerten die Situation für viele. Alexander Neudorf, Director Human Resources bei Fiege, erklärt: „Der Impfstart wurde von der Schneelawine regelrecht überrollt. Wir haben unser Fahrdienstangebot deshalb kurzfristig aufgestockt, damit möglichst alle Menschen ihren Impftermin wahrnehmen können.“ Dies sei nicht nur zum Schutz von Risikogruppen sondern auch wegen der teilweise knappen Haltbarkeit des Impfstoffs wichtig.

Dankbarkeit

„Auf den Touren führen wir viele bereichernde Gespräche und erfahren große Dankbarkeit von unseren Passagieren“, berichtet Neudorf. Wegen der schwer kalkulierbaren Impfstofflieferungen können diese jedoch oft nur kurzfristig angekündigt werden.

Auch Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier, zeigte sich zufrieden: „Gemeinsam mit unserem Partner Fiege haben wir innerhalb weniger Stunden aus der Idee ein tragfähiges Konzept gemacht. Insgesamt konnten zu Wochenbeginn rund 80 zusätzliche Fahrten organisiert und durchgeführt werden.“

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