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Abschiebung: Vollständige Unterlagen liegen dem Kreis Steinfurt vor

„Aussichten der Familie deutlich verbessert“

Greven/Kreis Steinfurt

Vor zwei Wochen sollte die Familie abgeschoben werden. Jetzt haben sich, nach Vorliegen neuer Unterlagen, ihre Bleibeaussichten deutlich verbessert.

Sie können jetzt hoffen: Der Kreis prüft mit neuen Unterlagen die Bleibeaussichten der Familie Familie Ovakimyan/Manaserian. Foto: Günter Benning

Die Familie Ovakimyan/Manaserian aus Greven hat am Donnerstag der Ausländerbehörde des Kreises Steinfurt alle notwendigen Unterlagen vorgelegt. „Auf dieser Grundlage können wir den Fall noch einmal neu bewerten“, erklärt die zuständige Fachdezernentin, Kreisdirektorin Alexandra Dorndorf. Die Situation habe sich für die Grevener, die am 10. Juni nach Moskau abgeschoben werden sollten, deutlich verbessert.

Alexandra Dorndorf bedauert laut einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung, dass die Familie erst jetzt alle Papiere vollständig übergeben hat.

Die Familie, Armenier aus Russland, war auf Basis eines abgelehnten Asylantrags formell ausreisepflichtig, hat Deutschland jedoch nicht freiwillig verlassen.

Die „rechtmäßige Abschiebung“ am 10. Juni, so die Kreisverwaltung, musste abgebrochen werden, weil eine Tochter der Familie, die unter Flugangst litt, sich im Polizeitransporter in Frankfurt/Main festgehalten hatte und sich weigerte, in das wartende Flugzeug zu steigen. Das Verwaltungsgericht hatte die Rechtmäßigkeit der Abschiebung noch am selben Tag bestätigt, so der Kreis. „Wir haben der Familie in den vergangenen Jahren in drei Beratungsgesprächen erläutert, dass sie ausreisepflichtig ist, und um Vorlage notwendiger Unterlagen gebeten“, so Dorndorf weiter. Doch diese Unterlagen, die eine weitere Duldung gerechtfertigt hätten, habe die Familie auch über ihren Verfahrensbevollmächtigten nicht vorgelegt.

Die Sachlage habe sich nun verändert, die Papiere haben das Kreishaus erreicht. „Nach der ersten Durchsicht können wir sagen, dass sich die Aussicht der Familie, eine weitere Duldung zu erhalten, deutlich verbessert hat“, unterstreicht die Kreisdirektorin. Eine endgültige Entscheidung trifft der Kreis, sobald alle Fakten geprüft sind.

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