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Auf einen Kaffee mit den Bundestagskandidaten: Jürgen Coße (SPD)

„Der FMO bleibt unser Tor zur Welt“

Greven

Er will wieder zurück. Für 13 Monaten war Jürgen Coße bereits als Nachrücker im Bundestag. Jetzt scheinen seine Chancen nicht schlecht zu sein.

Von Günter Benning

Jürgen Coße ist im Wahlkampfmodus. Foto: Günter Benning

Jürgen Coße (52) greift auch beim Gebäck beherzt zu. Der Schlossersohn aus Neuenkirchen, Fraktionschef der SPD im Kreistag, Mitglied im WDR-Rundfunkrat und bereits einmal als Nachrücker für 13 Monate im Berliner Bundestag gewesen, macht derzeit handfesten Wahlkampf. Ein Projekt: Einmal im Monat geht er einen Tag lang in Betrieben der Region arbeiten.

Wo zwickt es die Leute in Ihrem Wahlkreis besonders?

Coße: Es gibt große Probleme beim Thema Wohnen und Mieten. Kommunale Wohnungspolitik und Bebauungsplanung spielen eine große Rolle. Es gibt immer mehr Menschen, die Wohnen nicht mehr bezahlen können, auch in Greven und Emsdetten. Zweiter Punkt: Wir müssen beim Thema Mobilität besser werden. Der Nahverkehr im ländlichen Raum muss besser, Verkehrsträger müssen mehr aufeinander abgestimmt werden. Wir brauchen dafür intelligente Verkehrswegekonzepte. Ich bin dafür, dass wir auch ökologische Konzepte für Autos und Flugzeuge machen. Da wird es um neue Antriebstechniken gehen, die klimaneutral sind. Der FMO bleibt unser Tor zur Welt. Er muss ein ökologisches Tor für die Zukunft sein.

Wie schätzen Sie ihre Chancen ein, in den Bundestag zu kommen?

Absicherung per Landesliste

Coße: Die lokalen Umfrage sagen, dass ich eine große Möglichkeit habe, wieder in den Bundestag zu kommen. Aber sicher nicht im Schlafwagen. Die Kandidaten der anderen Parteien sind besser über ihre jeweiligen Landeslisten abgesichert. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, wieder Außenpolitik zu machen. Aber mal sehen, ich bin Teamspieler, ich spiel da, wo der Trainer mich aufstellt.

Was sagen Sie zum Ende des Afghanistan-Einsatzes?

Coße: Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Schon die Verhandlungen von Trump waren Irrsinn. Es ist traurig, dass es immer das gleiche Muster ist: Man macht erst Leute stark, die man nachher bekämpft. Und dann kommen die gleichen Leute wieder zurück. Ich bin leidenschaftlich für eine Reform der Uno. Wir brauchen eine starke Organisation, die in solchen Konflikten mit Blauhelmsoldaten agieren kann. Wir brauchen eine starke internationale Verantwortung.

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