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Super-Stimmung auf dem Rathausplatz

Der Prinzenball ist wieder Zuhause

Greven

Nach drei Jahren des Exils: Erstmals ging der Prinzenball wieder auf Grevener Terrain über die Bühne. Und die Stimmung stimmte bei der Veranstaltung, auf die sich alle schon seit Wochen freuten.

Jannis Beckermann

Da war Stimmung in der Bude: Begeistertes Publikum beim Prinzenball. Foto: Jannis Beckermann

Die Sängerin der Partyband hatte es bereits beim Eröffnungstanz von Prinz und Pünte betont. „Wenn heute jeder mit jedem tanzen möchte“, lautete ihr Rat, „dann kommen Sie lieber schnell zu uns aufs Parkett“, so der warnende Tipp der Bandfrontfrau. Der Grund für die ungewohnte Eile der Musikerin: „Um 24 Uhr müssen wir definitiv Schluss machen.“ So viel war bei diesem Prinzenball schon vorab klar.

Eine närrische Ballnacht mit Sperrstunde? Kann das gut gehen? Ja, konnte es bei dieser Ausgabe des Prinzenballs, der nach drei Jahren des Exils erstmals wieder auf Grevener Terrain in einem Festzelt am Busbahnhof über die Bühne ging.

Weil der Platz mitten in der Stadt und neben großen Wohnblocks liegt, hatte sich die KG Emspünte des Lärmschutzes wegen auf ein Ende spätestens um Zwölf eingelassen. Es war ein Wagnis, das gelang, auch weil der Traditionstermin zum Start ins Karnevalswochenende damit wieder in die angestammte Heimat zurückkehren konnte.

Dass der Ball des Stadtprinzen zuletzt nämlich bei Hövels in Saerbeck quasi im närrischen Ausland hatte stattfinden müssen, war nicht wenigen Karnevalisten sauer aufgestoßen. Manche blieben dem Balltreiben mit einem Hauch von Opernball gar ganz fern. Umso erleichterter gab sich am Freitag nun der KG-Sitzungspräsident: „Wir sind zurück und das mit deutlich mehr Besuchern als zuletzt“, freut sich Andreas Holzhausen über mehr als 340 Gäste im auf Zimmertemperatur hochgeheizten Festzelt.

Das war, Stichwort Klimaschutz, zwar eine energetische Katastrophe. Dafür stimmte allerdings die Stimmung beim Ball, den Püntemariechen Janina Feldmann und Prinz Tanki I. Schürhaus ähnlich furios wie ihre eigene Proklamation mitgestalteten. Und das, obwohl beide bereits die berüchtigte Karnevalsheiserkeit ereilt hatte.

„Da freut man sich Wochen auf diesen Abend, und dann geht’s so in die Hose“, schmunzelte ein fast verzweifelt um Worte ringender Christian Schürhaus bei seiner Dankesrede an Freunde und Wegbegleiter, unter denen sich unter anderem auch Spitzenkoch Holger Zurbrüggen, Grevener Kind und heute Restaurantchef am Berliner Ku’damm, befand.

Spätestens beim vom Narrenpublikum umjubelten Karaoke-Singen mit Lagerfeuersängerin Tina Wiening, die viele vom Beach kennen, hatte der Strandwirt Tanki seine raue Stimme aber wieder im Griff.

Vorher indes sorgte noch Künstler Philipp Dammer für Staunen. Der Mann, den Moderator Holzhausen als „Falschparkeuropameister“ angekündigt hatte, „weil er immer so viele Termine hat“, unterhielt das Ballpublikum unter anderem mit einer Melange aus Ein-Rad-Artistik und Fackel-Jonglage.

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