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Anneliese Freise (92) will ihr Weihnachtsgeschäft aufgeben

Die letzten warmen Socken

Greven

Sie strickt und strickt und strikt. Strickliesel Annelies Freise ist 92 – und denkt ans Aufhören.

Anneliese Freise verkauft in ihrem Hausbasar für die Kinderkrebshilfe. Foto: Günter Benning

Anneliese Freise wird demnächst 92. Und irgendwann, sagt sie, will sie das Stricken aufgeben: „Die Finger machen ja noch mit“, sagt sie, „aber die Augen...“ Besonders schwarze Socken machen ihr Problem, wenn das Herbstlicht so schwach ist. Wenn da mal ein Fehler passiert, dann Pustekuchen.

Aber in diesem Jahr lädt die „Strickliese“ wieder zu ihrem privaten Sockenmarkt ein. 150 Paare hat sie in den letzten Monaten gestrickt, grob gerechnet eine Socke pro Tag.

„Die Nachfrage ist immer groß“, sagt die Senioren, die früher einmal Verkäuferin im Grevener Textilhaus Ahlert war. Im vergangenen Jahr sei ihr Vorrat schnell ausverkauft gewesen. Freuen kann sich darüber die Kinderkrebshilfe. Denn der Erlös der Strickaktion geht direkt an die Hilfsaktion.

Schon mit neun Jahren hat die gebürtige Bentheimerin ihren ersten Pullover gestrickt. Den durfte ihr Bruder tragen. Da ist es natürlich nur ein Zufall, dass der Bruder später im Dienst der Firma Grundig zuerst in Afrika und dann in Südamerika gearbeitet hat. Lauter pulloverfreie Zonen. Mit ihm telefoniert sie heute noch oft sonntags: sie in Greven, er in São Paulo, Brasilien.

Der Socken-Basar in Anneliese Freises Privathaus an der Sachsenstraße 14 ist ab Freitag geöffnet von 14 bis 18 Uhr.

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