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Saerbecker Kolping Blasorchesters probt für Weihnachtskonzert

„Dürfen das Tempo nicht verlieren“

Saerbeck

Die Töne müssen passen. Schließlich probt das Kolping-Blasorchester für sein erstes Weihnachtskonzert nach dreijähriger Corona-Pause. Die Musiker sind hoch motiviert

Von Tünde Kalotaszegi-Linnemann 

Jan Freund gibt den Takt für das nächste große Konzert des Kolping-Blasorchesters vor. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

„Noch ein wenig höher, ja schön, Du musst etwas tiefer“, Jan Freund ist als Dirigent des Saerbecker Kolping Blasorchesters (KBO) schon beim Stimmen der Instrumente ganz penibel. Da muss jede Nuance passen, sonst klappt es mit dem Gesamtklang nicht.

Erneut laufen die Proben zum Weihnachtskonzert auf Hochtouren, in der Hoffnung, dass es stattfinden wird.

„Letztes Jahr waren wir auch sehr gut vorbereitet und in letzter Minute wurde alles wegen Corona abgesagt, das war für uns alle äußerst bitter“, erinnert sich Fabian Schmitz, (1. Notenwart).

De facto gab es das letzte Konzert des KBO zu Weihnachten 2019. Aber tatsächlich könnten die Sterne dieses Mal ganz gut stehen in Anbetracht der allgemeinen Gesamtsituation.

„Wir sind ganz guter Dinge, denn das Jahr ist bislang reibungslos für uns gelaufen“, konstatiert der erste Vorsitz-ende Patrick Beermann. Der erste Auftritt war beim tradi-tionellen Osterfeuer, alle Schützenfeste, unter anderem in Saerbeck, Sinningen und Wettringen konnten bespielt werden, danach war das Orchester auch bei der 900-Jahr-Feier mit dabei, so wie beim Volkstrauertag und schließlich beim Martinsfest.

Seit September bereiten sich die rund 40 Musiker und -innen mit viel Akribie und Enthusiasmus auf das traditionsreiche Konzert im Dezember vor.

Intonation und saubere Register

Dass das nicht nur Zuckerschlecken bedeutet, ist allen klar, doch es lohnt sich für jeden Einzelnen.

Worauf es Jan Freund ankommt erklärt er so: „Besonders wichtig sind Intonation, saubere Register, wir dürfen das Tempo nicht verlieren und das Timing spielt eine wichtige Rolle, das bedeutet, wann muss ich in das Instrument reinblasen, damit es zu einer bestimmten Zeit ertönt.“ Weiterhin gehören vom Blatt spielen und Übungen zum Warmspielen zu jeder Übungsstunde. Außerdem wird an der Dynamik gefeilt, damit es am Ende ein ausgewogenes und differenziertes Klangbild ergibt.

Darüber hinaus wünscht er sich, dass jeder zu Hause übt und sich intensiv mit der Technik beschäftigt.

Regelmäßig finden Probenwochenenden statt, in denen an all diesen Punkten intensiv gearbeitet wird, so wie jetzt gerade erst.

Worauf sich das Publikum nach langer weihnachtlicher, musikalischer Zwangspause nun endlich freuen darf, verrät Freund mit einem freudigen Lächeln: „Es wird einen bunten Strauß von klassischen und modernen Stücken geben, von bewegt bis fetzig, schönen Melodien und tollen Arrangements ist alles dabei.“

Antonio Vivaldis „Der Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ werden genau so erklingen wie Felix Bernards bekanntes „Winter Wonderland“ und vieles mehr. Auch stehen Werke der sogenannten symphonischen Blasmusik , also Originalliteratur für diese Besetzung, auf dem Programm.

Bezüglich der Zusammenarbeit mit seinen Bläsern ist Freund voll des Lobes: „Es sind nicht nur nette Leute, sondern ein tolles und hochwertiges Orchester.“

Das sind doch die besten Voraussetzungen für die drei Konzerttermine am 11.,17. und 18. Dezember um 16 Uhr, ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen, in der Saerbecker Bürgerscheune.

Wie üblich sind auch das Jugendblasorchester, so wie der Sing- und Spielkreis unter der Leitung von Ludger Beermann mit von der Partie. Die Moderation übernimmt Albert Stakenkötter. Karten gibt es bei Buch & Mehr für 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, oder bei Orchestermitgliedern.

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