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Neues Info- und Anmelde-Portal startet im Herbst

Eltern können Kitaplatz online suchen und buchen

Greven

Das Jugendamt wird künftig beim Anmeldeverfahren für die Grevener Kitas auf ein Online-Portal setzten. Dort können sich die Kitas präsentieren. Eltern können Kitas herausfiltern, die in Frage kommen – und nicht zuletzt die Wunsch-Kita dann bequem vom Sofa aus buchen.

Oliver Hengst

Kita-Erweiterung an der St. Josef-Kita neben der neuen St. Josef-Kirche. Foto: Günter Benning

Das Jugendamt wird künftig beim Anmeldeverfahren für die Grevener Kitas auf ein Online-Portal setzten. Darin können die Kitas Infos und Bilder hinterlegen, um sich zu präsentieren. Eltern können mit einer Suchmaske Kitas herausfiltern, die in Frage kommen – etwa jene Kitas, die nah genug am Wohnort liegen, bestimmte Öffnungszeiten bieten oder andere Angebote bereitstellen, die den Eltern wichtig sind. Und nicht zuletzt kann dann die Wunsch-Kita dann bequem vom heimischen Sofa aus gebucht – genauer gesagt: vorgemerkt – werden.

Dafür soll das Portal „STEP“ genutzt werden, das das Kreisjugendamt bereits einsetzt. Auch die Stadt Rheine nutzt es schon, Ibbenbüren und Emsdetten wollen folgen – und demnächst auch Greven, wie Cordula Beinker vom örtlichen Jugendamt im Jugendhilfeausschuss ausführte.

„Das Portal ist natürlich auf allen mobilen Endgeräten verfügbar“, erklärte Beinker, und es stelle „einen großen Mehrwert dar“. Vor allem für die Eltern solle das Verfahren so noch komfortabler werden. Dafür müssen einmalig ein Benutzerkonto und persönliche Daten hinterlegt werden. Den Kitas und auch dem Jugendamt erleichtert dies die Arbeit, weil auf diese digitalen Datensätze zugegriffen werden kann. Bislang ist vielfach noch von Papierformularen abgetippt und in Excel-Tabellen eingetragen worden, die dann wieder durch die Gegend geschickt worden sind. Ein Aufwand, der künftig wegfiele. Zudem sollen mit der neuen Software auch sehr leicht statistische Auswertungen gemacht werden können. Zudem erledigt die Software auch eine automatisierte Wartelistenbereinigung. Das alles reduziert Verwaltungsarbeit.

„Insgesamt sorgt das Programm für große Transparenz“, ist Cordula Beinker überzeugt. Dort, wo es schon zum Einsatz kommen, gebe es „überwiegend positive Zustimmung bei allen Beteiligten. Und: Die Digitalisierung ist einfache zeitgemäß“, sagte Beinker. Gleichwohl soll es dabei bleiben, dass die jeweiligen Anmeldegespräche in den Kitas nach wie vor persönlich stattfinden. Darauf hätten die Kitaleistungen, mit denen man sich besprochen habe, großen Wert gelegt.

Das Portal ist natürlich auch mehrsprachig, aktuell sind etwa zehn Sprachen verfügbar, um den Zugang zu erleichtern. Auch das erhöht die Benutzerfreundlichkeit. Eltern können künftig online eine Wunschkita und vier priorisierte Alternativen angeben.

Der Jugendhilfeausschuss gab einstimmig grünes Licht. Somit wird das Portal für Grevener Eltern voraussichtlich zum 1. Oktober diesen Jahres an den Start gehen. Für die Anschaffung der Software muss die Stadt einmal etwa 13 000 Euro investieren, hinzu kommen um die 5000 Euro für Mitarbeiterschulungen. „Das ganze geht ja nicht von selbst“, sagte Beinker. Jährlich werden dann weitere 5000 Euro für Wartungs- und Pflegearbeiten an den Softwareanbieter überwiesen.

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