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Stadtfest mit Sonntagsöffnung

Endlich wieder Martinusmarkt in Greven

Greven

Endlich findet wieder ein Stadtfest statt. Am kommenden Sonntag (7.11.) ist wieder Martinusmarkt. Und: auch die Geschäfte haben an diesem Tag wieder geöffnet.

Von Pia Weinekötter

Freuen sich, dass der Martinusmarkt in diesem Jahr endlich wieder starten kann (von links): Yvonne und Henk ter Hennepe vom Holland Markt, Ben Branse, Peter Hamelmann, Rainer Nieuwenhuizen und Wolfgang Gielow von Greven Marketing sowie Johann-Christoph Ottenjann als Vorsitzender der Grevener Werbegemeinschaft (GWG). Foto: Pia Weinekötter

Für die eigentlich untrennbar mit dem Martinusmarkt verbundene Martins-Gans heißt es dieses Jahr nicht „zum ersten, zum zweiten und zum dritten“. Denn Johann-Christoph Ottenjann schwingt nicht wie sonst als Vorsitzender der Grevener Werbegemeinschaft (GWG) wortgewaltig und redegewandt den Auktionshammer. Die Organisatoren begründen die Entscheidung: „Dabei würden einfach zu viele Leute an einem Ort eng zusammenkommen und das sollten wir im Moment noch vermeiden.“

„Aber auch wenn noch manche Beschränkung gilt und von Normalität noch keine Rede sein kann, sind wir sicher, mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm in der City den Faden unserer erfolgreichen Stadtfeste wieder aufnehmen zu können“, betont Greven Marketing Chef Peter Hamelmann.

Schließlich hat der Martinusmarkt eine lange Tradition: Johann-Christoph Ottenjann blickt auf das Jahr 1998, als das Stadtfest in seiner jetzigen Form entstand. Rechtlich war damals nur ein verkaufsoffener Sonntag im Jahr zulässig. Und dieser lag auf dem Kirmeswochenende Ende August. Der wurde jedoch nicht gut genutzt, aber nach der Verlegung dieses besonderen Einkaufstages auf den Martinusmarkt war er von Anfang an ein Riesenerfolg. „Beim damaligen Kaufhaus Magnus standen die Kunden bis auf die Rathausstraße“, kann sich Ottenjann erinnern.

Auch heute ist der verkaufsoffene Sonntag zum Martinusmarkt wahrscheinlich einer der stärksten Tage. „Schließlich geht es auf Weihnachten zu.“ Die Einzelhändler der Innenstadt öffnen ausnahmsweise am Sonntag von 13 bis 18 Uhr ihre Geschäfte. Viele von ihnen bieten ihren Kunden dann auch besondere Angebote, locken mit Schnäppchen und führen Sonderaktionen zum letzten Sonntagseinkaufstag vor den Festtagen durch. Erleichtert wird der Einkauf durch kostenlose Parkplätze wie auch dem Gratis-Bus-Shuttle zwischen Reckenfeld und Greven.

Doch es gibt noch weitere Verkehrsmittel auf dem Martinusmarkt: was wäre ein Stadtfest ohne die Rundfahrten im Greven Express? Und der erstrahlt in neuem Glanz. „Wir haben die veranstaltungsfreie Zeit genutzt, um unsere kleine Eisenbahn einmal rundum zu erneuern“, freuen sich Rainer Nieuwenhuizen und Wolfgang Gielow für Greven Marketing.

Weitere Attraktionen für große und kleine Kinder finden sich auf dem Niederort. Neben Karussell und Hüpfburg bietet die Abenteuerkiste tolle Spiel- und Bastel-Aktionen an.

Der handwerkliche Bauernmarkt, mit dem der Landwirtschaftliche Ortsverband sonst mit Landfrauen und Landjugend den Grevenern die Landwirtschaft auf dem Wilhelmsplatz näherbringt, pausiert zwar in diesem Jahr. Aber auf weitere Klassiker des Stadtfestes muss in diesem Jahr nicht verzichtet werden. Auf dem original holländischen Wochenmarkt entlang der Rathaus- und Martinistraße dreht sich ab etwa 11 Uhr wieder alles um beliebte Spezialitäten aus unserem Nachbarland. „Poffertjes, Kibbeling, Lakritz, Käse und frischgebackene Brötchen ebenso wie Blumenzwiebeln, Vogelhäuschen, Gartenpflanzen und Geschenkartikel“, zählt Organisator Henk ter Hennepe nur einige Highlights auf. „Insgesamt sind 32 Stände vertreten“, freut sich seine Frau Yvonne ter Hennepe. Natürlich ist auch wieder eine echt holländische Blaskapelle dabei: Das „Twents Fanfare Orkest“ sorgt in der ganzen Innenstadt für gute Stimmung.

Auch auf der Alten Münsterstraße, wo von 12 bis 18 Uhr der Novemberflohmarkt mit Schnäppchen zu Taschengeldpreisen lockt. „Alle Standplätze waren schnell vergeben“, berichtet Ben Branse, Auszubildender bei Greven Marketing.

Auch der Heimatverein öffnete wieder seine Türen und lädt in der Alten Post bei Kaffee und Kuchen zu Einblicken in Grevens Geschichte wie auch in die Ahnenforschung ein. „Wir zeigen Filme und Ausstellungen, haben einen kleinen Flohmarkt vorbereitet und bieten als besonderen Service das Scannen von Totenzetteln an“, fasst Ingrid Edelkötter vom Arbeitskreis Familienforschung zusammen.

Auch wenn es dieses Mal keine Gänse auf dem Martinusmarkt gibt, kommt das Federvieh trotzdem nicht zu kurz: Am Niederort präsentiert der Geflügelverein eine große Auswahl an Hühnern und Hähnen.

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