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Verbindungen nach Frankfurt und München betroffen

FMO: Lufthansa streicht mehr als 100 Flüge

Münster/Greven

Am Flughafen Münster/Osnabrück entfallen im Juli und im August mehr als 100 Flugverbindungen der Lufthansa. Der Grund dafür sind Kapazitätsengpässe und Personalmangel – allerdings nicht am FMO.

Von Thorsten Neuhaus

Eine Lufthansa-Maschine auf dem Rollfeld vor dem Flughafen Münster/Osnabrück. Foto: Gunnar A. Pier

Andrés Heinemann, Sprecher des Flughafens, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es sich bei den betroffenen Flügen ausschließlich um Linienverbindungen nach Frankfurt und München handele. Unter anderem führten Engpässe und Personalmangel an diesen Drehkreuzen zu den Streichungen.

Da es nach der Corona-Pause im Flugverkehr noch keinen komplett verlässlichen Linienflugplan gebe, seien Anpassungen immer wieder erforderlich. Lufthansa-Passagiere würden aber teilweise bereits zwei Monate vor dem geplanten Flugtermin über die Annullierung der Verbindungen in Kenntnis gesetzt, betonte Heinemann.

Auch aus der Pressestelle der Lufthansa hieß es auf Anfrage unserer Zeitung, Fluggäste würden bei der Stornierung ihrer Verbindung umgehend informiert und nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht. Zudem könnten sie innerdeutsch mit der Bahn zu den Flughäfen Frankfurt und München anreisen.

Flughafensprecher Andrés Heinemann

Flughafensprecher Heinemann erklärte: „Es ist nicht so, dass der Fluggast erst am FMO merkt: Oh, mein Flug ist nicht da.“ Kurzfristig – also bis zu zwei Tage im Voraus – seien allerdings im Juni am FMO rund 20 Flugverbindungen gestrichen worden. „Was nützt es, einen Flug durchzuführen, wenn am Zielflughafen dann kein Personal bereitsteht, um etwa das Gepäck abzufertigen“, sagte Heinemann.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Touristischer Flugverkehr boomt am FMO

Er wies darauf hin, dass der touristische Flugverkehr am Flughafen Münster/Osnabrück die Ausfälle derzeit mehr als kompensiere. Bei den Urlaubsflügen gebe es im Vergleich zu 2019 einen Zuwachs von 15 Prozent. „Das hätte so niemand erwartet“, sagte der Flughafensprecher. Außerdem verzeichne der FMO derzeit wegen Kapazitätsengpässen an anderen Flughäfen in jeder Nacht sogenannte Ausweichlandungen.

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