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kfd St. Franziskus Reckenfeld

Jahreshauptversammlung: Frauen erwägen Verbands-Austritt

Reckenfeld

Die kfd St. Franziskus Reckenfeld erwägt – unter anderem wegen einer drastischen Erhöhung der Beiträge – den Austritt aus dem Bundesverband. Eine Entscheidung darüber ist indes nochmal vertagt worden.

Einige Jubilarinnen sind zum Teil schon 60 Jahre Mitglied in der kfd: vorne von links Irmgard Schwering und Gerda Pietryga sowie hinten von links Margret Rogge, Hildegard Weber, Marianne Niermann und Bärbel Schur Foto: Privat

Die kfd St. Franziskus Reckenfeld hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen und 45 Frauen sind der Einladung gefolgt. Nach einem reichhaltigen Frühstück vom Büffet standen wichtige Themen auf der Tagesordnung.

Zunächst gab die Kassiererin einen Überblick über die finanzielle Situation der Gemeinschaft. Diese wurde als positiv wahrgenommen und die Verantwortlichen wurden entlastet. Danach hatten die Frauen Gelegenheit, sich an die Aktivitäten der kfd in den letzten beiden Jahren zu erinnern. Anhand einer Bilderschau gab es viele „Ach-Ja-Momente“. Auch wenn sich die Anzahl der Feste coronabedingt in Grenzen hielt, gab es doch etliche intensive Begegnungen.

Fotos des geschmückten Altarraumes von den regelmäßigen Gottesdiensten der kfd zeigten, dass die Frauen sich nicht nur mit Geselligkeit beschäftigen. Die Gottesdienste finden an jedem letzten Donnerstag im Monat um 8.30 Uhr in der Franziskuskirche statt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Ehrung einzelner Frauen für ihre langjährige Mitgliedschaft: Geehrt wurden für 60 Jahre: Helma Eixler, Ida Heimsath, Marianne Niermann, Bärbel Schur, Hildegard Weber und Irmgard Schwering; für 50 Jahre: Gerda Pietryga; für 25 Jahre: Margret Rogge und Constanze Schwenken. Mit einer Urkunde und einer Rose wurde ihnen jeweils für ihre Treue zur kfd gedankt.

Lange und lebhaft wurde diskutiert, als es um die Zukunft der kfd in Reckenfeld ging. Die Frauen sind organisiert im Bundesverband „Katholische Frauen Deutschland“, mit 350.000 Mitgliedern der stärkste Frauenverband deutschlandweit. Viele Frauen möchten diesem Verband den Rücken kehren, heißt es in einer Mitteilung der kfd St. Franziskus. Der Grund dafür ist eine Beitragserhöhung von derzeit 25 auf rund 40 Euro im Jahr.

Hingewiesen wurde zunächst auf den Einfluss des Verbandes in Kirche, Politik und Gesellschaft. Diese verantwortungsvolle Arbeit kostet Geld. Jedoch wurde bemängelt, dass die ehrenamtlichen Tätigkeiten an der Basis nicht genug bis fast gar nicht vom Verband gewürdigt werde. Auch die Missstände in der katholischen Kirche kamen zur Sprache. Ebenso gebe es das Problem der steigenden Altersstruktur und des fehlenden Nachwuchses. Die Entscheidung, ob die kfd in Reckenfeld weiter zum Verband gehören will, oder ob die Frauen sich anders organisieren (etwa als „Frauengemeinschaft Reckenfeld“) unter dem Dach der Martinus-Gemeinde, wurde in das nächste Jahr verschoben. Jedoch war es allen Frauen wichtig, die Gemeinschaft vor Ort zu erhalten. Vor der Entscheidung soll eine Befragung aller Mitglieder der kfd in Reckenfeld stattfinden.

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