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Coworking-Raum von den Grüne gefordert

„Für Greven lagen die Konzepte nicht vor“

Greven

„Diese Räume müssen eine gute Lage in der Nähe von Cafés und Einkaufsmöglichkeiten sowie eine gewisse Größe haben.

Günter Benning

So könnte ein Ort für gemeinsames Arbeiten aussehen – neudeutsch Coworking Space genannt. Foto: dpa

Corona hat viele Beschäftigte ins Heim-Büro getrieben. Aber das ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Verstärkt entstehen in Deutschland sogenannte Coworking-Spaces, Räume, in denen man gemeinsam mit anderen arbeiten kann. Die Grünen fordern in einem Antrag die Wirtschaftsförderung der Stadt auf, so einen Raum auch in Greven zu etablieren. Bisher, musste Wirtschaftsförderer Stefan Deimann im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch im Ballenlager zugeben, „lagen Konzepte noch nicht vor.“

Nicht, dass das Thema nie auf der Agenda gestanden hätte. So habe es die Wirtschaftsförderung seit Mitte 2019 „im Fokus“, wie es in einer Verwaltungsvorlage heißt.

Auch in Münster habe man sich umgesehen, wo am Hafen in schnuckelig hipper Umgebung für Kreative so ein Coworking Space im größeren Stil existiert.

Was man dort über geeignete Räume gelernt habe: „Diese müssen eine gute Lage in der Nähe von Cafés und Einkaufsmöglichkeiten sowie eine gewisse Größe haben – mindestens 400 Quadratmeter.“ Nach Auskunft der Habourside-Geschäftsführerin Katrin Behrsing könne ein Coworking Space alleine durch die Vermietung von Plätzen nicht wirtschaftlich existieren. Diese machten rund 20 Prozent der Einnahmen aus.

Die Haupteinnahmequelle seien die Vermietung von Besprechungs- und Eventräumen sowie von Einzelbüros.

Gemeinsam mit der münsterischen Firma Harbourside habe man sich mögliche Immobilien in Greven angesehen, heißt es in der Vorlage.

Doch: Entweder seien die Räume zu klein oder schon anderen versprochen gewesen. Außerdem gebe es Ansprüche an eine gewisse Qualität der Location. Tatsächlich gebe es in Greven bereits Coworking Räume am FMO und in den Räumlichkeiten von teamwork.greven an der Gutenbergstraße.

Dessen Geschäftsführer, der ehemalige Karnevalsprinz Christian Müllmann, habe erklärt, dass weitere Coworking-Räume in Planung seien, etwa an der Alten Münsterstraße, wo bis zu zehn Arbeitsplätze angeboten werden könnten.

Im Ausschuss fragte FDP-Ratsherr Wilfried Roth, ob sich die Stadt denn wohl um Förderprogramme gekümmert habe. Die, musste Bürgermeister Dietrich Aden eingestehen, habe man nicht so einfach aus der Schublade ziehen können. Die entsprechenden Förderprogramme seien aber verlängert worden – man bleibe dran.

In Emsdetten, merkte Ernst Reiling von Reckenfeld direkt an, gebe es einen hoch dotierten Mitarbeiter, der sich nur mit Förderprogrammen befasse. Da will sich eventuell auch Greven einhaken, sagte Kämmerer Matthias Bücker, um in interkommunaler Kooperation Fördergelder einzuholen.

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