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Samstag Kundgebung für Familie M.

Für humanitäre Form des Asylrechts

Greven

Gegen Abschiebung und für die Ausnutzung von Spielräumen des Asylrechts. Das ist die Kernforderung einer Demonstration, die am Samstag in Greven stattfinden wird.

Demo in Münster Foto: hpe

Gemeinsam wollen das Aktionsbündnis Seebrücke Münsterland, das Netzwerk für Humanität und Bleiberecht Steinfurt sich stark machen für ein Bleiberecht für die Familie M. aus Greven und ein Zeichen setzen für eine humanitäre Umsetzung des Asylrechts.

Am Samstag, 26. Juni, rufen die Organisationen daher zu einer Demonstration in Greven auf. Start der Demonstration ist um 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, Biederlackstraße. Nach verschiedenen Zwischenstationen wird die Veranstaltung an der Kirchstraße in Greven enden.

Anfang Juni scheiterte die Abschiebung einer vierköpfigen Familie aus Armenien (wir berichteten).

Wie es in einer Pressemitteilung des Netzwerks für Humanität und Bleiberecht heißt, gelte es nun, ein Zeichen zu setzen gegen „die unmenschliche Abschiebepraxis und die Ausländerbehörde daran zu erinnern, wozu der neue Bleiberechtserlass des Landes NRW sie unmissverständlich auffordert: die größtmögliche Ausschöpfung von Ermessenspielräumen“.

Der neue im März 2021 erschienene Anwendungshinweis des Paragrafen 25b AufentG (Aufenthaltsgewährung bei nachhaltiger Integration), verlange, dass Spielräume großzügig ausgenutzt werden und die Rechtsstellung derer gestärkt wird, die Integrationsleistungen vorzeigen können, heißt es in der Pressemitteilung.

Einer Familie, die integriert sei, bei der beide Elternteile in Vollzeit arbeiten, deren Kinder hervorragende Leistungen in der Schule erbringen und die sich zusätzlich in ihrer Freizeit ehrenamtlich in der Kirche engagiert, könne und müsse ein sicheres Leben in Deutschland gewährt werden.

Eine rege Teilnahme und Unterstützung sei wichtig für die Familie und setze ein Zeichen gegen zukünftige geplante Abschiebungen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen müssen gemäß der aktuell gültigen Corona Verordnung eine FFP2- oder OP-Maske tragen.

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